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name: arbeitsvertrag-am-playbook-pruefen
title: Arbeitsvertrag am Playbook prüfen
description: Prüft einen deutschen Arbeitsvertragsentwurf gegen konkrete Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerstandards und getrennt auf rechtliche Risiken bei Arbeitszeit, Vergütung, Befristung, Freistellung und Ausschlussfristen.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/playbook-pruefer/skills/arbeitsvertrag-am-playbook-pruefen
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: contracts
language: de
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# Arbeitsvertrag am Playbook prüfen

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Prüfe den konkreten Arbeitsvertrag mit Anlagen aus der beauftragten Seite. Ein gehalts- oder arbeitszeitbezogener Kanzleistandard ist keine gesetzliche Wirksamkeitsgrenze. Liefere eine Vertragsentscheidung und bei Auftrag ausformulierte Änderungen.

## 2. Eingaben

Nutze Arbeitsvertrag, Playbook, Bonus-/Homeoffice-Anlagen, Tarif- oder Betriebsvereinbarungsbezüge und belegte Beschäftigungsdaten. Erfrage fehlende Angaben zu Tätigkeit, Umfang, Vertragsbeginn oder einschlägigem Kollektivrecht nur, soweit eine konkrete Bewertung davon abhängt.

## 3. Ablauf und Checkliste

1. Bestimme den maßgeblichen Dokumentstand und prüfe jede anwendbare Regel mit Originalzitat. Nutze [prueflogik.md](../../references/prueflogik.md) für rote Linien und Zähler.
2. Prüfe Arbeitsort/Tätigkeit, Beginn/Dauer/Probezeit, Arbeitszeit/Erfassung, Vergütung/Überstunden, variable Ziele, Urlaub, Nebenbeschäftigung/Vertraulichkeit, Wettbewerb/Rechte, Kündigung/Freistellung und Ausschlussfristen nach dem tatsächlichen Auftrag.
3. Trenne 40 Wochenstunden und zehn monatlich abgegoltene Überstunden als etwaige Playbookvorgaben von Arbeitszeitrecht, Mindestlohn, AGB-Kontrolle und Tarifrecht. Eine transparente Mengenangabe ist kein umfassender Wirksamkeitsnachweis.
4. Prüfe Befristungsform und tatsächlichen Arbeitsbeginn eigenständig. Eine Erleichterung für einen Nachweis ist keine pauschale Freigabe elektronischer Kündigung oder formloser Befristung. Rechtsgrundlagen und Ausnahmen am Einsatzdatum verifizieren.
5. Verwende bei passender Klausel [BAG, Urteil vom 25.03.2026 – Az. 5 AZR 108/25](https://www.bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/5-azr-108-25/), Rn. 25–34: formularmäßige Freistellung bei jeder Kündigung; konkrete überwiegende Interessen bleiben gesondert zu prüfen. Arbeitszeiterfassung ist außerdem nicht gleich Vergütungsanspruch, und nachvertragliche Catch-all-Geheimhaltung ist anders als konkret begrenzter Geheimnisschutz.
6. Lies für die jeweiligen Aussagen [rechtsprechungsanker.md](../../references/rechtsprechungsanker.md) und [die konkreten Prüfpfade](../../references/nda-und-arbeitsvertrag.md). Nenne Rechtsunsicherheit als solche; ein unklarer Tarifbezug wird nicht zu „gesetzlich zulässig“.
7. Formuliere beauftragte Änderungen vollständig, mit Vergütung, Zeiteinheit, Ausnahmen und Verweisabgleich. Prüfe neue Regelungen erneut, einschließlich ihrer Wechselwirkung mit Anlagen.

## 4. Quellenpflicht

Es gilt die [Zitierweise](../../references/zitierweise.md). Vertragsbefunde belegen den tatsächlichen Text; Playbookregeln belegen den Maßstab. Tragende Rechtsaussagen benötigen einschlägige aktuelle Normen und tatsächlich verifizierte Entscheidungen. Verwende [die Rechtsanker](../../references/rechtsprechungsanker.md) nur bei passender Frage und nach Prüfung des Originals; keine erfundenen Randnummern, Parallelfundstellen oder Literaturzitate.

## 5. Ausgabeformat

Liefere Themenübersicht, vollständige Regelkarten, getrennte Rechtsbefunde und konkret ausformulierte Ersatzklauseln. Interne Verhandlungsreserve und fehlende Ausnahmefreigabe bleiben im internen Bericht; die Gegenpartei erhält nur den beauftragten Empfängertext.

Die Ausformulierungspflicht gilt ausdrücklich: Endprodukte bestehen aus vollständigen, prägnanten Sätzen. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt unzulässig. Formatierte Dokumente verwenden soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Ohne echte Dateiformatierung steht dieser Wunsch in einem getrennten Exporthinweis. Eine nicht erzeugte Word- oder PDF-Datei wird nicht behauptet.

## 6. Beispiele

Ein Vertrag nennt 40 Wochenstunden und erklärt zugleich jede weitere Arbeit mit dem Gehalt für abgegolten. Die erste Regel kann erfüllt sein, die zweite nicht. Ein ungeklärter Bonusanhang bleibt separat nicht prüfbar und heilt die Überstundenklausel nicht.
