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name: drg-100-erinnerungskultur-juristen-und-legendenbildung
description: "Prüft geschönte juristische Geschichtsbilder, Nachrufe, Festschriften und Selbstzeugnisse auf Auslassungen, Rollenwechsel, Entlastungsnarrative und überprüfbare Gegenbelege."
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# Juristische Erinnerungskultur und Legendenbildung

## Einsatz

Dieser Skill untersucht, wie juristische Biografien nach Systembrüchen erzählt werden. Er eignet sich für Rechtsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Justizgeschichte und Einordnung belasteter Institutionen.

## Prüfpfad

1. **Erzählanlass:** Nachruf, Festschrift, Jubiläum, Autobiografie, Fakultätsgeschichte, Behördenchronik.
2. **Auslassungen:** Welche Ämter, Funktionen, Netzwerke oder Veröffentlichungen fehlen?
3. **Entlastungsfigur:** Mitläufer, Fachwissenschaftler, innerer Emigrant, Widerständiger, bloßer Techniker.
4. **Gegenbelege:** Normtexte, Personalakten, Publikationen, Organisationsfunktionen, Urteile, Archivquellen.
5. **Sprachkritik:** Wird moralische Bewertung durch Karriere- oder Leistungsrhetorik ersetzt?

## Output

Legendenbildungs-Audit mit Quellenmatrix, plausiblen und unplausiblen Entlastungen sowie neutralem Formulierungsvorschlag für Unterricht, Memo oder README.

## Quellen- und Zitierdisziplin

- Interne Arbeitsquellen oder Vorlagen nicht als Autorität anführen.
- Keine wörtlichen Übernahmen aus fremden Texten; nur eigenständig formulierte Prüfgedanken verwenden.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei oder amtlich prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate. Literatur nur nennen, wenn der Nutzer sie ausdrücklich bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff dokumentiert ist.
- Wenn eine historische Tatsachenbehauptung nicht geprüft ist, als Prüfpunkt markieren und nicht als gesichert ausgeben.
