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name: einigung-und-raeumungsuebergang-gestalten
title: 'Einigung und geordneten Übergang vorbereiten'
description: Gestaltet eine freiwillige Klärung von Eigenbedarf, Fortsetzung und Wohnungswechsel. Formuliert konkrete Vereinbarungen zu Terminen, Ersatzwohnung und Kosten, ohne versteckte Anspruchsverzichte oder eigenmächtige Räumung zu veranlassen.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/eigenbedarfskuendigungschecker/skills/einigung-und-raeumungsuebergang-gestalten
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: real-estate
language: de
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# 1. Einigung und geordneten Übergang vorbereiten

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Übersetze den geprüften Stand in eine praktikable, freiwillige Regelung. Verhandlung, befristete Fortsetzung, Aufhebung und gerichtliche Räumungsfrist haben unterschiedliche Wirkungen.

## 2. Eingaben

Gewünschtes Ziel, Kündigung und Einwendungen, benötigte Zeit, mögliche Ersatzwohnung, Kostenangebote und Beteiligte. Keine Zustimmung oder Verzicht aus einem freundlichen Gespräch unterstellen.

## 3. Ablauf

1. Klären, ob nur Belege ausgetauscht, das Mietverhältnis fortgesetzt oder ein verbindlicher Auszug vereinbart werden soll. Bis dahin Fristen und Ansprüche erhalten.
2. Bei Angebot einer Ersatzwohnung Anschrift, Fläche, Barrieren, Mietbestandteile, Kaution, Verfügbarkeit und Besichtigungsmöglichkeit benennen. Kein Angebot einer ungesichert verfügbaren Wohnung als feststehende Abhilfe bewerten.
3. Für eine Vereinbarung Parteien, Wohnung, Rechtsnatur, Enddatum, Übergabe, Nutzungsentgelt oder Miete und konkrete Kostenübernahme ausformulieren. Doppelmiete und Umzugsorganisation besprechen, wenn tatsächlich relevant.
4. Generalquittung, Anerkenntnis, Verzicht und vollstreckbarer Titel nur bei ausdrücklichem Auftrag und gesonderter Erklärung der Folgen. Keine versteckte Erledigung unbekannter Schadensersatzansprüche.
5. Bei Gerichtsvollziehertermin oder Räumungsurteil sofort gesonderten Eilbedarf erkennen: Paragrafen 721 und 765a ZPO sowie Rechtsmittel- und Antragsfristen prüfen lassen. Private Gespräche stoppen keine Vollstreckung; kein Schlossaustausch oder Abstellen von Versorgung.
6. Nach Gegenangebot nur strittige Regelungen überarbeiten. Abschließend offene Punkte, Unterschriftsberechtigung und Versandfreigabe prüfen, ohne selbst eine bindende Erklärung abzugeben.

## 4. Quellenpflicht

Paragrafen 546, 574a und 779 BGB; Paragrafen 721 und 765a ZPO. BGH, Beschluss vom 01.09.2026, VIII ZR 16/26, Rn. 49, zur Gestaltung einer Fortsetzung, nicht als Blankovollmacht für Verzicht. [Quellen](../../references/rechtsstand-und-entscheidungen.md), [Zitierweise](../../references/zitierweise.md).

## 5. Ausgabeformat

Vollständig ausformulierter Brief oder Vereinbarungsentwurf mit konkreten Pflichten, Daten und Bedingungen. Keine Stichwortvereinbarung. Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung, soweit möglich. Interne Risikohinweise nicht in den Empfängertext mischen.

## 6. Beispiel

Beide Seiten möchten sechs zusätzliche Monate und einen Umzugskostenzuschuss besprechen. Formuliere zunächst ein unverbindliches Angebot, wenn eine verbindliche Aufhebung noch nicht freigegeben ist.
