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name: foto-shooting-vertrag-model-release-location
description: "Influencer-Recht: Foto-Shooting – Vertragsgestaltung, Model Release, Location-Genehmigung, Urheberrecht Fotograf und Nutzungsrechte im Influencer-Recht."
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# Influencer-Recht: Foto-Shooting – Vertrag, Model Release und Location

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: UWG §§ 3, 5, 5a, 8, 13, MStV § 22, DDG/TMG-Impressumspflichten, PAngV, HWG, MarkenG §§ 14, 15, UrhG §§ 15 ff., 19a, KUG §§ 22, 23, DSGVO Art. 5, 6, 9, 12-22, EStG/UStG/AO nur fallbezogen und live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Kontext und Regelungslage

Foto-Shootings für Creator-Content erfordern klare Vertragsgestaltung:

- **UrhG §§ 2, 72**: Fotos sind Werke; Fotograf ist Urheber; ohne Vertrag verbleiben alle Nutzungsrechte beim Fotografen.
- **UrhG § 31**: Nutzungsrechtseinräumung muss ausdrücklich vereinbart werden; ohne Vertrag = organisch-einmalige Nutzung.
- **§ 22 KUG**: Abgebildete Personen müssen Einwilligung geben; Model Release = § 22 KUG-Einwilligung schriftlich.
- **§ 903 BGB / Hausrecht**: Location-Eigentümer kann Aufnahmen auf seinem Gelände untersagen oder genehmigen.
- **§ 823 BGB**: Persönlichkeitsrechtsverletzung bei unbefugter Verwertung von Personenaufnahmen.
- **Steuer**: Fotografenhonorar als Betriebsausgabe; bei Sachleistungstausch Umsatzsteuer prüfen.
- **§ 12 UStG**: Fotograf schuldet Umsatzsteuer auf Honorar; Creator kann Vorsteuer abziehen.

### Shooting-Vertrag: Mindestinhalt

| Element | Regelung |
|---------|----------|
| Leistung | Anzahl Fotos, Formate, RAW-Files? |
| Nutzungsrechte | Zeitlich, räumlich, sachlich (Social Media, Print, Werbung) |
| Exklusivität | Darf Fotograf Bilder auch selbst verwenden? |
| Vergütung | Honorar oder Tausch; Rechteanteil? |
| Abnahme | Wie viele Auswahlbilder; Korrekturrechte? |
| Model Release | In Vertrag oder separates Formular |
| Rawdatei | Liegt beim Fotografen oder Creator? |

## Kaltstart-Fragen (6)

1. Wer ist Fotograf – Profi mit eigenem Vertrag oder Freelancer ohne Vertrag?
2. Welche Nutzungsrechte werden benötigt (organisch, Werbung, Print, Whitelisting)?
3. Sind auf den Fotos Dritte abgebildet, die eine Model-Release-Einwilligung brauchen?
4. Findet das Shooting an einem privaten Ort, in der Öffentlichkeit oder in einem Studio statt?
5. Wird der Fotograf bezahlt oder gibt es Tausch (z. B. Nennung gegen Nutzungsrechte)?
6. Gewünschtes Ergebnis: Vertragsvorlage, Model-Release-Formular oder Nutzungsrechts-Check?

## Prüfprogramm

- Urheberrecht: Fotograf = Urheber; Nutzungsrechte explizit einräumen lassen (§ 31 UrhG).
- Umfang der Nutzungsrechte: Social Media only oder auch Paid Ads, Print, OOH?
- Model Release: Für jede abgebildete Person (auch im Hintergrund, wenn erkennbar).
- Location: Private Räume, Restaurants, Museen → Genehmigung des Eigentümers einholen.
- RAW-Dateien: Eigentum beim Fotografen → extra vereinbaren, wenn Creator sie möchte.
- Steuer: Fotografenhonorar = Betriebsausgabe; Rechnung prüfen (§ 14 UStG-Pflichtangaben).

## Typische Fallen

- Kein Vertrag → Creator kann Fotos nur einmalig organisch nutzen; Fotograf kann sie auch anderweitig verwenden.
- Model Release vergessen → Person fordert Löschung / Schadensersatz.
- Location ohne Genehmigung → Eigentumsrecht / Hausrecht-Verletzung.
- „TFP" (Time for Print) ohne schriftliche Nutzungsrechtsvereinbarung → unklar, wer was darf.

## Normen und Quellen

- § 31 UrhG: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__31.html
- § 72 UrhG – Lichtbilder: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__72.html
- § 22 KUG: https://www.gesetze-im-internet.de/kukg/__22.html
- § 903 BGB – Eigentumsrecht: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__903.html

## Output-Formate

- Foto-Shooting-Vertragsvorlage
- Model-Release-Formular (DE/EN)
- Location-Genehmigungsanfrage-Muster
- Nutzungsrechte-Checkliste

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig. Diese Regel folgt der zentralen Vorgabe in der `CLAUDE.md` des Repos und gilt ausnahmslos.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

