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name: handelsregisterabruf-ki-governance
description: "Handelsregister-Daten abrufen und analysieren: Anwalt oder Mandant benoetigt Gesellschaftsstruktur, Haftungsverhältnisse, Offenlegungspflichten aus HRA/HRB, Bundesanzeiger und Transparenzregister. Normen: §§ 8-15 HGB, § 9 GmbHG, §§ 67-68 AktG, GwG §§ 18-20 (Transparenzregister). Prüfraster: Gesel"
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# Handelsregisterabruf und -analyse

## Arbeitsbereich

Handelsregister-Daten abrufen und analysieren: Anwalt oder Mandant benoetigt Gesellschaftsstruktur, Haftungsverhältnisse, Offenlegungspflichten aus HRA/HRB, Bundesanzeiger und Transparenzregister. Normen: §§ 8-15 HGB, § 9 GmbHG, §§ 67-68 AktG, GwG §§ 18-20 (Transparenzregister). Prüfraster: Gesellschafterliste, Jahresabschluesse, Prokura, Eintragungsketten, UBO-Identifikation. Output Registerauszug-Analyse, Struktur-Memo, Risikobewertung Offenlegung. Abgrenzung: Anmeldungen siehe gesellschaftsrecht-register; Zielunternehmen-Screening siehe outside-in-target-screening. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; AO §§ 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Handelsregisterabruf und -analyse` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Normenradar:** GmbHG §§ 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47, 49 ff.; AktG §§ 76, 93, 111, 119, 130, 243 ff.; HGB §§ 105 ff., 161 ff.; MoPeG/GesRÄndG-Folgen; UmwG; FamFG/Registerrecht; GWB/Fusionskontrolle bei Transaktionen.
- **Verifizierte Anker:** BGH, Urteil vom 08.11.2022 - II ZR 91/21 (zutreffende Gesellschafterliste/Listenstreit); BGH, Beschluss vom 18.03.2025 - II ZB 11/24 (Registerordner/Gesellschafterliste, Prüfungsumfang); BGH, Urteil vom 11.12.2006 - II ZR 166/05 und Urteil vom 12.04.2016 - II ZR 275/14 (Treuepflicht, Zustimmungspflichten); BGH, Urteil vom 30.09.2025 - II ZR 154/23 (Drittvergleich/verdeckte Vermögenszuwendung, Organ-/Beschlusskontrolle).
- **Arbeitsmodus:** Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen.
- **Outputpflicht:** Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

## Fachkern: Handelsregisterabruf und -analyse

- **Corporate-Aufgabe (Handelsregisterabruf und -analyse):** Anwalt oder Mandant benoetigt Gesellschaftsstruktur, Haftungsverhältnisse, Offenlegungspflichten aus HRA/HRB, Bundesanzeiger und Transparenzregister.
- **Norm-/Dealanker:** GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
- **Entscheidende Weiche:** Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
- **Arbeitsprodukt:** Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.

## Wann wird dieser Skill aufgerufen
Typische Auslöser:
- "Ich habe hier Handelsregisterabruf und -analyse und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
- "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
- "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
- "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"

Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter` oder `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file`. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.

## Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter `~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/`: `mandat.md`, `history.md`, `chronologie.md`, `fristen.yaml` und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.

Benötigte Unterlagen:
- Datenraumindex, Q&A-Tracker, IRL und Disclosure-Log.
- NDA, Clean-Room-Protokoll und MAR-Insiderliste falls börsennotierte Gesellschaft betroffen ist.
- Registerauszüge, wesentliche Verträge, Litigation-Liste, IP/IT- und HR-Unterlagen.

Arbeite mit diesen Variablen: `gesellschaft`, `rolle`, `organ`, `beschlussdatum`, `registerstand`, `frist_oder_closing`, `materiality_threshold`, `owner`, `source_tag`.

## Workflow
1. **Corporate-Kontext fixieren.** Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit `[Annahme - prüfen]` weiter.
2. **Quellen inventarisieren.** Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als `[Mandant]`, Register als `[Register]`, Gerichts-/Behördenquellen als `[Primärquelle]` und Modellwissen als `[Modellwissen - prüfen]`.
3. **Organ- und Kompetenzebene trennen.** Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
4. **Materiality-Schwelle setzen.** Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
5. **Normenprüfung durchführen.** Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
6. **Belegkette bauen.** Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht `[zu verifizieren]`.
7. **Risikomatrix erstellen.** Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
8. **Draft oder Review-Gate wählen.** Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
9. **Hand-off vorbereiten.** Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
10. **Abschlusskontrolle.** Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.

## Prüfraster im Gutachtenstil
**Obersatz:** Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.

**1. Mandats- und Rollenrahmen.** Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.

**2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority.** Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- BGB §§ 311 Abs. 2, 241 Abs. 2 und 280 für vorvertragliche Aufklärungspflichten.
- GeschGehG §§ 2, 4, 6 und 17 für Geschäftsgeheimnisse im Datenraum.
- GWB §§ 35 ff. und § 41 sowie Art. 7 FKVO für Gun-Jumping und Clean-Room-Fragen.
- MAR Art. 7, 17 und 18 bei börsennotierter Gesellschaft.

**3. Organpflichten und Business Judgment.** Bei Geschäftsleitungs-, Aufsichtsrats- oder Beiratsentscheidungen ist zu fragen, ob die Entscheidung auf angemessener Informationsgrundlage, ohne sachfremde Interessen und zum Wohl der Gesellschaft vorbereitet ist. Für Organverantwortung: BGH, 21.04.1997 - II ZR 175/95, ARAG/Garmenbeck, https://dejure.org/1997,161 `[dejure.org]`.

**4. Register- und Gesellschafterlistenlogik.** Bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder Beschlussfähigkeit ist § 16 GmbHG gesondert zu prüfen. Zur Legitimationswirkung der Gesellschafterliste: BGH, 20.11.2018 - II ZR 12/17, https://dejure.org/2018,47817 `[BGH-Datenbank/dejure.org]`.

**5. Vollzugshindernisse.** Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?

**6. Subsumtion.** Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: `§ 15 GmbHG notarielle Form erfüllt?` nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. `§ 46 GmbHG Zustimmung erforderlich?` nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.

**Zwischenergebnis:** Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.

## Output-Module
- **Corporate-Vermerk:** Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- **Beschluss-/Board-Paper-Modul:** Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
- **Issue List:** Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
- **Information Request:** konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
- **Matter-Update:** kurzer Eintrag für `history.md` und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für `fristen.yaml`.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig. Diese Regel folgt der zentralen Vorgabe in der `CLAUDE.md` des Repos und gilt ausnahmslos.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf `dejure.org`, `openjur.de`, `bundesgerichtshof.de`, `bundesverfassungsgericht.de`, `curia.europa.eu` oder `eur-lex.europa.eu`. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: `[Mandant]`, `[Register]`, `[BGH-Datenbank]`, `[dejure.org]`, `[EUR-Lex]`, `[Web-Recherche - prüfen]`, `[Modellwissen - prüfen]`.

## Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-aufbau` - wenn Dokumente, Datenraumlücken oder Clean-Room-Fragen der nächste Engpass sind.
- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-gap-clean-room` - wenn Informationslücken, Wettbewerberdaten oder Clean-Room-Grenzen geklärt werden müssen.
- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-due-diligence-legal` - wenn aus Unterlagen ein Corporate-/Legal-DD-Befund gebaut werden soll.
- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-qa-information-requests` - wenn Findings in Information Requests und Q&A übersetzt werden müssen.
- `/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-due-diligence-reporting` - wenn ein adressatengerechter DD-Report entstehen soll.

## Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.

## Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.

## Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden

### Handelsregisterabruf und -analyse

## Triage — klaere vor Beginn

1. Handelsregister-Abteilung: HRA (Einzelkaufleute, Personengesellschaften) oder HRB (Kapitalgesellschaften)?
2. Vollstaendiger Abruf (Chronologischer Ausdruck) oder nur aktueller Stand?
3. Transparenzregister-Abfrage erforderlich (UBO-Identifizierung)?
4. Bundesanzeiger: Jahresabschluesse hinterlegt? (Pflicht nach § 325 HGB ab einer bestimmten Groesse)
5. Ausländische Gesellschaften: Welches Register? (UK: Companies House; FR: RCS; NL: KVK)
6. Zweck: M&A-DD, GwG-CDD, Kreditpruefung, Lieferanten-Compliance?

## Zentrale Normen

- **§§ 8-10 HGB** — Handelsregister; Eintragungsrecht und -pflicht; Oeffentlichkeit des Registers
- **§ 15 HGB** — negative Publizitaet; Dritte können auf den eingetragenen Inhalt vertrauen; nicht eingetragene Tatsachen können Dritten nicht entgegengehalten werden
- **§ 16 GmbHG** — Gesellschafterliste; eingetragener Gesellschafter gilt als legitimiert; gutglaeubiger Erwerb
- **§ 325 HGB** — Offenlegungspflicht Jahresabschluss; Fristen; Ordnungsgeldbescheid (§ 335 HGB) bei Versaeum.
- **§§ 18-20 GwG** — Transparenzregister; wirtschaftlich Berechtigter; UBO-Fiktionsfiktion (§ 20 II GwG) wenn Handelsregister-Eintragung
- **§ 9 GwG** — Abfragepflicht aus Transparenzregister bei bestimmten Pflichtigen

## Aktuelle Rechtsprechung

- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## HR-Ausdruck: Analysepunkte

### Für GmbH (HRB)
- **Gruendung:** Datum, Gründer, Stammkapital
- **Satzung/Gesellschaftsvertrag:** Aktuelle Fassung; Änderungschronologie
- **Geschäftsführer:** Aktuelle und historische GF; Vertretungsbefugnis; § 181 BGB-Befreiung
- **Stammkapital:** Nominal; Veraenderungen (Erhoehungen, Herabsetzungen)
- **Gesellschafterliste:** Aktuell eingetragene Gesellschafter; Anteilsgroessen; Änderungen
- **Prokuristen / Vollmachten:** Erteilte und erloeschene Prokuren
- **Satzungsaenderungen:** Chronologie; wesentliche Änderungen

### Für AG (HRB)
- **Grundkapital:** Nominal; Aktienarten (Inhaber, Namenaktie, vinkuliert)
- **Vorstand:** Aktuelle Mitglieder; Einzelvertretung vs. Gesamtvertretung
- **Aufsichtsrat:** Mitglieder; Vorsitzender
- **Hauptversammlung:** Zuletzt genehmigte KE; Genehm. Kapital; Genehmigungen
- **Bekanntmachungen:** Kapitalerhoehungen; Satzungsaenderungen; HV-Beschlüsse

### Red Flags im HR-Ausdruck

| Signal | Bedeutung |
|---|---|
| Haeufige GF-Wechsel (> 2x in 3 Jahren) | Managementkrise; Gesellschafterstreit |
| Kapitalherabsetzung ohne sichtbaren Grund | Verluste; Reorganisation |
| Eintragungsloeschungen | Insolvenzen, Aufloesung in Vergangenheit |
| Pfandrechte auf Anteile eingetragen | Kreditbesicherung; finanzielle Schwierigkeiten |
| Gesellschafterliste alt (> 1 Jahr) | Änderungen nicht angemeldet; CoC-Risiko |

## Schritt-für-Schritt-Workflow

1. **Vollstaendigen HR-Auszug abrufen** — elektronisch via www.handelsregister.de oder beA; Kosten ca. EUR 4.50
2. **Chronologischen Ausdruck anfordern** — alle historischen Eintragungen (nicht nur aktuell)
3. **Gesellschafterliste prüfen** — aktuell? Widersprueche mit Transaktionsunterlagen?
4. **Transparenzregister abfragen** — UBO identifizieren; Fiktionswirkung prüfen (§ 20 II GwG)
5. **Bundesanzeiger-Recherche** — Jahresabschluesse; Kapitalmarktmitteilungen; Insolvenzen
6. **Prokuren-Check** — wer ist handlungsbevollmaechtig; relevant für Vertragsunterschriften
7. **Red Flags dokumentieren** — strukturierter Kommentar mit Handlungsempfehlungen
8. **In DD-Report einfliessen lassen** — Corporate-Workstream aufbauen

## Output-Template HR-Analyse

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HANDELSREGISTER-ANALYSE
Gesellschaft: [FIRMA GmbH / AG]
HRB-Nummer: [Nr.] — Amtsgericht [Ort]
Abruf-Datum: [DATUM]
Chronologischer Ausdruck: [Ja / Nein]

1. BASISINFORMATIONEN
 Rechtsform: [GmbH / AG]
 Gruendungsdatum: [DATUM]
 Sitz: [ADRESSE]
 Stammkapital/Grundkapital: EUR [BETRAG]

2. AKTUELLE ORGANE
 Geschaeftsfuehrer / Vorstand:
 - [NAME, Geburtsdatum, Vertretungsbefugnis, Befreiung § 181 BGB]
 Aufsichtsrat (falls vorhanden):
 - [NAMEN]

3. GESELLSCHAFTERSTRUKTUR
 [QUELLE: Gesellschafterliste; Stand: Datum]
 - [Gesellschafter 1]: [Anteile, %]
 - [Gesellschafter 2]: [Anteile, %]

4. JAHRESABSCHLUESSE (BUNDESANZEIGER)
 Veroeffentlicht: [Jahre]
 Nicht veroeffentlicht: [Jahren] — RISIKO: § 335 HGB Ordnungsgeld

5. RED FLAGS
 [Liste; Keine wenn keine vorhanden]

6. TRANSPARENZREGISTER
 UBO: [NAME, Nationalitaet, %-Anteil oder Fiktionswirkung]

7. EMPFEHLUNG
 [Ggf. Nachforschung; GwG-Enhanced Sorgfalt; Korrekte Gesellschafterliste einfordern]
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## Rote Schwellen

- HR-Auszug veraltet → aktuelle Eintragungslage unbekannt; Vollmachtspruefung fehlerhaft
- Gesellschafterliste nicht aktuell → UBO unklar; GwG-CDD unvollstaendig
- Keine Jahresabschluesse veroeffentlicht → § 335 HGB-Verstos; finanzielle Intransparenz
- Gesellschafterliste in den Haenden einer anderen Person als GF → Verdacht auf Treuhander-Struktur

## Quellen

- §§ 8-15 HGB; § 16 GmbHG; § 325 HGB; §§ 18-20 GwG
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
