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name: influencer-recht-kaltstart-triage
title: Veröffentlichung, Kooperation und rechtliches Anliegen einordnen
description: 'Für Kaltstart Triage: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Influencer-Recht.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/influencer-recht/skills/kaltstart-triage
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: entertainment
language: de
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# Veröffentlichung, Kooperation und rechtliches Anliegen einordnen

## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Prüfe den konkreten Beitrag oder Kooperationsvertrag anhand der vorhandenen Darstellung, Vergütungsabrede und Rechteunterlagen. Übernimm bekannte Angaben zu Rolle, Ziel und Veröffentlichungstermin, statt sie erneut abzufragen.

### Gegenleistung und Darstellung klären

Fehlt die Absprache zu einem Geschenk oder die erste sichtbare Beitragsansicht, fordere genau diese Kommunikation oder Darstellung an. Gleiche die Antwort mit Vertrag und Beitrag ab und überarbeite Kennzeichnungsempfehlung und bestellte Textfassung. Neue entscheidende Unklarheiten erlauben weitere gezielte Fragen, nicht eine wiederholte Kampagnenaufnahme.

### Rechte und Vertrag fertigstellen

Fehlt die Lizenzreichweite für bezahlte Anzeigen, frage nach der konkreten Werbenutzung und dem Nachweis. Passe nach Eingang die betroffene Rechteklausel an und formuliere den bestellten Vertrag oder die Antwort fertig. Offene Rechte nicht als erteilt darstellen; ein Prüfauftrag führt nicht ungefragt zur Abmahnung.

## Schnellstart-Workflow

Ordne den Auftrag der Kennzeichnungs-, Rechte-, Vertrags- oder Plattformprüfung zu. Tragende Normen (UWG §§ 5, 5a, MStV § 22, TMG) werden nicht aus Modellwissen finalisiert, sondern nach ihrem zeitlichen Anwendungsbereich über die zugelassenen Live-Quellen geprüft.

### 0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext

Lies hochgeladene Beiträge und Verträge auch ohne Begleittext. Kläre den gewünschten Verwendungszweck, wenn er aus dem Material nicht hervorgeht und für das Ergebnis entscheidend ist. Der Upload allein ermächtigt nicht zu Veröffentlichung, Abmahnung oder Vertragsabschluss.

**Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:**

1. **Sofortrisiken zuerst markieren** — Fristen, Zustellung, Form, Zuständigkeit, Beweis-, Kosten- und Haftungsrisiken benennen.
2. **Aktenlandkarte bauen** — Welche Dateien sind Original, welche nur Behauptung; was fehlt für einen verwertbaren nächsten Schritt?
3. **Rolle klären** — Mandant, Gegner, Behörde, Gericht, betroffene Stelle; mit welchem Ziel und welcher Reichweite?
4. **Ziel bestimmen** — Prüfung, Entwurf, Antrag, Anmeldung, Schriftsatz, Verteidigung, Dashboard, Memo, Red-Team?
5. **Rechtsquellen trennen** — Normtext, Behördenpraxis, Rechtsprechung, Vertrag, technischer Standard und Praxisroutine getrennt halten.
6. Einen passenden Fachskill optional nutzen; seine Benennung ersetzt nicht das bestellte Ergebnis.
7. Den bestellten Text vollständig liefern. Bei einem Hindernis den begründbaren Teil vorläufig ausarbeiten und nach Eingang der konkret benötigten Angaben fortsetzen.

## Fachlicher Anker — Influencer- und Social-Media-Recht

Tragende Anker: UWG §§ 5, 5a, MStV § 22, TMG. Tatsächliche Fundstellen werden über dejure.org, openJur, gesetze-im-internet.de, BGH-/BVerfG-/EuGH-/EuG-Datenbank live geprüft und nicht aus Modellwissen finalisiert.

## Ausgabe und Grenzen

Quellenstatus und technische Zugriffslücken getrennt vom Empfängertext dokumentieren. Vollständige Sätze, dezimale Gliederung und Times New Roman 11 pt beim Export, sonst entsprechender Exporthinweis. Keine Veröffentlichung, Unterlassungserklärung oder Einreichung eigenmächtig veranlassen.
