---
name: insolvenzforderungsanmeldungspr-workflow-unterlagen-lueckenliste
title: Unterlagen- und Lückenliste
description: 'Für Unterlagen- und Lückenliste: ordnet Akte, Belege und Lücken; Ergebnis: Dokumentenmatrix mit Nachforderungsliste. Fachgebiet: Insolvenzforderungsanmeldungsprüfung.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/insolvenzforderungsanmeldungspruefung/skills/workflow-unterlagen-lueckenliste
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: bankruptcy
language: de
---

# Unterlagen- und Lückenliste

## Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Unterlagen- und Lückenliste: erstellt eine präzise Nachforderungsliste statt allgemeiner Fragebögen.

## Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:

1. Wer fragt in welcher Rolle?
2. Was ist das gewünschte Ergebnis?
3. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
4. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?

## Arbeitsworkflow
1. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
2. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
3. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
4. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.

## Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht und Formatstandard.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.
>
> **Schriftbild:** Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist **Times New Roman 11 pt** als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
>
> **Nummerierung:** Gliederung ausschließlich dezimal (`1`, `1.1`, `1.1.1` und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

## Mindestunterlagen Forderungsanmeldung § 174 InsO
- **Anspruchsbegründende Dokumente:** Vertrag(e), AGB, Rechnungen, Lieferscheine, Abnahmeprotokolle, Korrespondenz.
- **Mahnung/Verzug:** Erste Mahnung (für Verzugsbeginn, § 286 BGB), Mahnbescheid/Vollstreckungsbescheid, Vollstreckungstitel.
- **Saldenberechnung:** Hauptforderung, Zinsen aufgegliedert nach Zeitraum und Zinssatz, Kosten (vorgerichtliche Anwaltskosten, Mahnkosten, Inkassokosten, Gerichtskosten).
- **Sicherheiten:** Sicherungsvertrag, Sicherungsschein, Bürgschaftsurkunde, Eigentumsvorbehalts-Klausel mit Annahmebestätigung des Schuldners.
- **Insolvenzdaten:** Eröffnungsbeschluss, Anmeldeformular des Insolvenzverwalters, Anmeldefrist, Prüfungstermin.
- **Vollmacht:** Falls Vertreter handelt — Original- oder beglaubigte Kopie für die Anmeldung.
- **Rang § 39 InsO prüfen:** Insbesondere bei Gesellschafterdarlehen (§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO), Zinsen ab Eröffnung (§ 39 Abs. 1 Nr. 1 InsO), Geldstrafen/Bußgelder (§ 39 Abs. 1 Nr. 3 InsO).
- **Trade-off:** Eine zu schmale Beleglage führt zum Bestreiten im Prüfungstermin; eine zu breite Beleglage verzögert die Anmeldung. Pareto: Vertrag + Rechnung + Verzugsschreiben deckt 80 % der Standardfälle.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
