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name: jahresbericht-betreuungsgericht
description: >
  Erstellt aus einer Sammlung von Ereignissen, E-Mails, Aktenvermerken,
  Arztbriefen, Heimrechnungen und Vermerken über persönliche Kontakte einen
  strukturierten Jahresbericht des rechtlichen Betreuers an das
  Betreuungsgericht nach § 1863 BGB. Lädt, wenn Schlagwörter wie
  „Jahresbericht", „Betreuungsbericht", „§ 1863 BGB", „Betreuungsgericht",
  „Berufsbetreuer" oder „Lebenssituation" auftreten.
language: de
triggers:
  - "Jahresbericht Betreuungsgericht"
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  - "Lebenssituation Bericht"
  - "BtOG Bericht"
  - "Bericht Betreuter"
  - "Bericht Betreute"
  - "Vereinsbetreuer Bericht"
  - "Anfangsbericht Betreuung"
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# Jahresbericht des Betreuers ans Betreuungsgericht (§ 1863 BGB)

## Zweck

Dieser Skill unterstützt berufliche und ehrenamtliche Betreuerinnen und
Betreuer bei der Erstellung des **Jahresberichts an das Betreuungsgericht**
nach § 1863 Abs. 3 BGB sowie des **Anfangsberichts** nach § 1863 Abs. 1 BGB.
Aus einer Sammlung unsortierter Eingangsdaten — E-Mail-Verkehr mit Heimen,
Ärzten, Kostenträgern, Aktenvermerken über Besuche und Telefonate,
Arztbriefen, Heim- und Pflegeberichten, Kontoauszügen, Behördenpost —
generiert der Skill einen vollständigen, gerichtstauglich strukturierten
Bericht mit den nach § 1863 BGB zwingend vorgeschriebenen Abschnitten.

## Eingaben

- **Stammdaten der betreuten Person:** Name, Geburtsdatum, Anschrift,
  Aufenthaltsort (eigene Wohnung, Heim, Klinik), Aktenzeichen des
  Betreuungsgerichts, Anordnungsdatum und Aufgabenkreise (§ 1815 BGB)
- **Berichtszeitraum:** Berichtsbeginn und -ende (Anfangsbericht: ab
  Bestellung; Jahresbericht: 12 Monate; Schlussbericht: Ende der Betreuung)
- **Persönliche Kontakte:** Datum, Dauer, Ort und Inhalt jedes Besuchs oder
  Telefonats (§ 1821 Abs. 5 BGB — Pflicht zum persönlichen Kontakt)
- **Wohnsituation:** Wechsel der Wohnung, Heimaufnahme, Heimwechsel,
  Klinikaufenthalte
- **Gesundheitliche Situation:** Diagnosen (aktuelle Arztbriefe), Pflegegrad,
  Behandlungen, ärztliche Maßnahmen mit Einwilligungsbedarf (§§ 1828 ff. BGB)
- **Soziale Kontakte:** Familienangehörige, Freundeskreis, Ehrenamtliche
- **Vermögensentwicklung:** Eckdaten (Anfangsbestand, Endbestand,
  wesentliche Veränderungen) — Detailausweis erfolgt in der gesonderten
  Rechnungslegung (§ 1865 BGB)
- **Wünsche und Präferenzen der betreuten Person** (§ 1821 Abs. 2, 3 BGB —
  Vorrang der Wünsche)
- **Bestehender Anfangs- oder Vorjahresbericht** (zur Fortschreibung)

## Rechtlicher Rahmen

### § 1863 BGB — Berichtspflicht des Betreuers

**Abs. 1 — Anfangsbericht:** Der Betreuer hat unverzüglich nach Bestellung,
spätestens binnen drei Monaten, dem Betreuungsgericht über die persönlichen
Verhältnisse der betreuten Person, die zu erledigenden Aufgaben und die
geplante Ausgestaltung der Betreuung zu berichten.

**Abs. 2 — Inhalt des Anfangsberichts:**
1. die persönlichen Verhältnisse der betreuten Person,
2. die Wünsche der betreuten Person und die geplanten Maßnahmen zu ihrer
   Verwirklichung,
3. ggf. Gründe, weshalb Wünschen nicht entsprochen werden kann,
4. die geplante Ausgestaltung der persönlichen Betreuung, insbesondere die
   Häufigkeit persönlicher Kontakte.

**Abs. 3 — Jahresbericht:** Mindestens einmal jährlich hat der Betreuer dem
Betreuungsgericht über die persönlichen Verhältnisse der betreuten Person
sowie über die Ausführung der Betreuung zu berichten. Der Jahresbericht
enthält insbesondere:

1. eine Darstellung der persönlichen Verhältnisse der betreuten Person,
2. den Umfang und Inhalt der persönlichen Kontakte,
3. die Wünsche der betreuten Person und ihre Verwirklichung,
4. Mitteilung, ob Anlass besteht, die Betreuung aufzuheben oder den
   Aufgabenkreis (§ 1815 BGB) zu erweitern oder einzuschränken.

**Abs. 4 — Schlussbericht:** Bei Beendigung der Betreuung hat der Betreuer
einen Schlussbericht zu erstatten.

### § 1821 BGB — Pflichten des Betreuers; Wünsche der betreuten Person

Die Wünsche der betreuten Person sind **Maßstab** der Betreuung (§ 1821
Abs. 2 BGB). Der Betreuer darf nur dann von Wünschen abweichen, wenn die
betreute Person aufgrund ihrer Erkrankung oder Behinderung ihren Willen
nicht frei bilden kann **und** die Verwirklichung des Wunsches die Person
erheblich gefährden würde (§ 1821 Abs. 3 BGB).

§ 1821 Abs. 5 BGB statuiert die **Pflicht zum persönlichen Kontakt** —
der Betreuer hat die erforderlichen Angelegenheiten persönlich mit der
betreuten Person zu besprechen. Häufigkeit und Form sind im
Anfangs- und Jahresbericht darzustellen.

### § 1815 BGB — Aufgabenkreise

Aufgabenkreise sind nicht pauschal („alle Angelegenheiten"), sondern
einzeln zu bestimmen. Übliche Aufgabenkreise:

- Vermögenssorge
- Gesundheitssorge
- Aufenthaltsbestimmung
- Wohnungsangelegenheiten
- Behörden- und Sozialleistungsangelegenheiten
- Vertretung gegenüber Heim/Pflegeeinrichtung
- Postangelegenheiten (§ 1815 Abs. 2 Nr. 3 BGB — gesonderter Beschluss)

### § 9 BtOG — Berufliche Betreuung

Berufsbetreuer benötigen Registrierung nach § 23 BtOG und Sachkundenachweis
nach § 24 BtOG. Die Berichtspflichten gelten unverändert; für Berufsbetreuer
gilt zusätzlich der Vergütungsanspruch nach § 7 VBVG (pauschalierte
Stundensätze nach Vergütungstabelle).

### Kanonische Rechtsprechung

**BGH, Beschl. v. 02.07.2014 – XII ZB 120/14, FamRZ 2014, 1543 Rn. 9 ff.:**
Der Bericht des Betreuers ist Grundlage der gerichtlichen Aufsicht (§ 1862
BGB n.F.) und muss inhaltlich so substantiiert sein, dass das Gericht die
ordnungsgemäße Führung der Betreuung beurteilen kann. Pauschale Angaben
(z. B. „Frau X geht es gut") genügen nicht (Rn. 12).

**BGH, Beschl. v. 15.06.2022 – XII ZB 85/22, FamRZ 2022, 1391 Rn. 12 ff.:**
Zur Auslegung des § 1901 BGB a.F. (jetzt § 1821 BGB n.F.): Der Wille der
betreuten Person ist auch bei Geschäftsunfähigkeit zu erforschen und zu
respektieren, soweit nicht erhebliche Gefährdung droht. Im Jahresbericht
ist darzulegen, wie der Betreuer den Willen ermittelt hat (Anhörung,
Gespräche mit Angehörigen, Aktenstudium).

**BGH, Beschl. v. 06.07.2016 – XII ZB 61/16, FamRZ 2016, 1668 Rn. 23 ff.:**
Persönliche Kontakte sind grundsätzlich durch persönliches Aufsuchen zu
gewährleisten; rein telefonischer Kontakt genügt regelmäßig nicht. Frequenz
und Form sind im Bericht konkret anzugeben (Datum, Dauer, Ort).

**BGH, Beschl. v. 28.07.2015 – XII ZB 92/15, FamRZ 2015, 1880 Rn. 18:**
Bei stationärer Unterbringung in einem Heim hat der Betreuer regelmäßig,
mindestens vierteljährlich, persönlichen Kontakt zu pflegen, um die
Lebenssituation eigenständig zu beurteilen und sich nicht ausschließlich
auf Heimberichte zu verlassen.

### Kommentarliteratur

- Götz, in: Grüneberg, BGB, 84. Aufl. 2025, § 1863 Rn. 1–8 (Berichtsinhalt,
  Form, Folgen unterlassener Berichterstattung).
- Schneider, in: MünchKomm BGB, 9. Aufl. 2024, § 1863 Rn. 5–20 (Anfangs-,
  Jahres- und Schlussbericht; Anforderungen an Substantiierung).
- Loer, FamRZ 2023, 1697 (1700 f.) (Praxisanforderungen an den Jahres-
  bericht nach der Reform 2023).
- Bienwald/Sonnenfeld/Harm, Betreuungsrecht, 7. Aufl. 2024, § 1863 BGB
  Rn. 1 ff.

## Ablauf

1. **Eingabesichtung und Kategorisierung**
   Der Skill sichtet alle eingegebenen Dokumente (E-Mails, Aktenvermerke,
   Arztbriefe, Heimberichte, Kontoauszüge, Behördenpost) und ordnet sie
   einem der vier Pflichtabschnitte des § 1863 Abs. 3 BGB zu: persönliche
   Verhältnisse, persönliche Kontakte, Wünsche, Anlass zur Änderung.

2. **Persönliche Verhältnisse darstellen**
   - Wohnsituation (eigene Wohnung / Heim — mit Namen der Einrichtung,
     Aufnahmedatum, Pflegegrad)
   - Gesundheitlicher Zustand (aktuelle Diagnosen, Veränderungen im
     Berichtszeitraum, Klinikaufenthalte)
   - Soziales Umfeld (Angehörige, Freundeskreis, ehrenamtliche Helfer)
   - Wirtschaftliche Verhältnisse in Eckdaten (Anfangs-/Endvermögen,
     Sozialleistungsbezug)
   - Berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit, Beschäftigung

3. **Persönliche Kontakte tabellarisch belegen**
   Pro Kontakt: Datum, Dauer, Ort, kurze Inhaltsangabe. Bei Heimbewohnern
   mindestens vierteljährlich (BGH XII ZB 92/15 Rn. 18). Telefonische
   Kontakte und Videogespräche können ergänzen, nicht ersetzen.

4. **Wünsche und ihre Verwirklichung**
   - Wünsche der betreuten Person (geäußert oder erschlossen aus früheren
     Willensbekundungen, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht)
   - Maßnahmen des Betreuers zur Verwirklichung
   - Bei Abweichung: Begründung (§ 1821 Abs. 3 BGB — erhebliche
     Gefährdung)

5. **Anlass zur Änderung der Betreuung prüfen**
   - Sind alle Aufgabenkreise weiter erforderlich? (Verhältnismäßigkeit,
     § 1814 Abs. 3 BGB)
   - Sind weitere Aufgabenkreise erforderlich geworden?
   - Lässt sich die Betreuung aufheben (z. B. wegen Vorsorgevollmacht
     oder Genesung)?

6. **Vermögensentwicklung — Eckdaten**
   Bei Vermögenssorge: kurze Eckdaten (Anfangsbestand, Endbestand, große
   Veränderungen). Die detaillierte **Rechnungslegung** erfolgt gesondert
   nach § 1865 BGB (vereinfachte Rechnungslegung für Familienangehörige
   nach § 1859 BGB ggf. möglich).

7. **Anlagen zusammenstellen**
   Aktuelle Arztbriefe (sofern für Bericht relevant), Heim-/Pflegebericht
   (sofern vorhanden), gegebenenfalls Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht,
   Schreiben mit Wunschäußerungen der betreuten Person.

## Ausgabeformat

Strukturierter Berichtstext mit folgenden Abschnitten (entsprechend
§ 1863 Abs. 3 BGB):

```
An das Amtsgericht – Betreuungsgericht – [Ort]
Aktenzeichen: [XVII … / …]

Jahresbericht des Betreuers nach § 1863 Abs. 3 BGB
Berichtszeitraum: [TT.MM.JJJJ – TT.MM.JJJJ]

Betreute Person:    [Name, Vorname]
Geboren:            [TT.MM.JJJJ]
Anschrift:          [Aktueller Aufenthaltsort, Einrichtung]
Bestellung:         [TT.MM.JJJJ]
Aufgabenkreise:     [Aufzählung gem. § 1815 BGB]

1. Persönliche Verhältnisse der betreuten Person
   1.1 Wohnsituation
   1.2 Gesundheitlicher Zustand
   1.3 Soziales Umfeld
   1.4 Wirtschaftliche Verhältnisse (Eckdaten)

2. Persönliche Kontakte im Berichtszeitraum
   Tabellarische Aufstellung: Datum | Ort | Dauer | Inhalt
   Gesamtfrequenz: [n Besuche, n Telefonate]

3. Wünsche der betreuten Person und ihre Verwirklichung
   3.1 Geäußerte oder erschlossene Wünsche
   3.2 Umgesetzte Maßnahmen
   3.3 Ggf. Abweichungen und deren Begründung (§ 1821 Abs. 3 BGB)

4. Anlass zur Änderung der Betreuung
   [Aufhebung / Erweiterung / Einschränkung / kein Anlass]

5. Vermögensentwicklung (Eckdaten)
   Anfangsbestand:  [Datum, Betrag]
   Endbestand:      [Datum, Betrag]
   Wesentliche Veränderungen:
   Gesonderte Rechnungslegung nach § 1865 BGB: beigefügt / folgt am …

6. Anlagen
   [Liste]

Ort, Datum                              [Name, Unterschrift Betreuer/in]
                                        Berufsbetreuer/in nach § 23 BtOG
                                        Registrierungs-Nr.: [BtOG-Reg.-Nr.]
```

## Beispiel

**Eingabe (Auszug, pseudonymisiert):**

- Betreuung Frau Hannelore K., geb. 14.03.1942, AZ XVII 0234/24
- Aufgabenkreise: Vermögenssorge, Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung,
  Vertretung gegenüber Heim, Postangelegenheiten
- Berichtszeitraum: 01.06.2025 – 31.05.2026
- E-Mails: 12 mit Heimleitung Sonnenhof Berlin-Spandau, 4 mit Hausarzt
  Dr. Petersen, 8 mit Rentenversicherung
- Aktenvermerke: 6 Besuche im Heim (jeweils ca. 60 Min), 14 Telefonate
- Arztbriefe: Kardiologie Vivantes Spandau v. 12.09.2025 (Vorhofflimmern,
  Antikoagulation eingeleitet); Allgemeinmedizin Petersen v. 02.03.2026
- Heimrechnung: Pflegegrad 4, Eigenanteil 2.341 EUR/Monat, Sozialhilfe ergänzt
- Kontoauszüge: Anfangsbestand 18.342,12 EUR, Endbestand 16.108,77 EUR
- Wunschäußerung Frau K. (Vermerk v. 24.11.2025): „Möchte am Heiligabend
  bei Tochter Susanne in Potsdam sein" — umgesetzt durch Abholfahrt am
  24.12.2025

**Ausgabe (Auszug Abschnitt 2):**

> *2. Persönliche Kontakte im Berichtszeitraum*
>
> Im Berichtszeitraum fanden 6 persönliche Besuche und 14 Telefonate statt.
> Die Besuche erfolgten jeweils im Pflegeheim Sonnenhof, Berlin-Spandau.
>
> | Datum | Ort | Dauer | Inhalt |
> |---|---|---|---|
> | 18.06.2025 | Sonnenhof, Spandau | 65 Min | Vorstellungsgespräch, Erfassung Wünsche |
> | 12.09.2025 | Sonnenhof, Spandau | 50 Min | Besprechung Vorhofflimmern-Diagnose, Einwilligung Antikoagulation |
> | 24.11.2025 | Sonnenhof, Spandau | 55 Min | Erörterung Weihnachtsbesuch bei Tochter |
> | 18.02.2026 | Sonnenhof, Spandau | 60 Min | Pflegegrad-Höherstufung 4, Eigenanteilsfinanzierung |
> | … | … | … | … |
>
> Die Besuchsfrequenz entspricht den Anforderungen des BGH bei
> stationärer Unterbringung (BGH, Beschl. v. 28.07.2015 – XII ZB 92/15,
> FamRZ 2015, 1880 Rn. 18 — mindestens vierteljährlich). Telefonische
> Kontakte ergänzen, ersetzen aber nicht den persönlichen Eindruck.

## Risiken und typische Fehler

**1. Pauschale Formulierungen**
„Frau K. geht es gut, keine Besonderheiten" genügt nicht. Der Bericht muss
substantiiert die persönlichen Verhältnisse darstellen, sodass das Gericht
seine Aufsichtspflicht nach § 1862 BGB ausüben kann (BGH XII ZB 120/14
Rn. 12).

**2. Persönliche Kontakte zu selten dokumentiert**
Bei stationärer Unterbringung verlangt die Rechtsprechung mindestens
vierteljährliche persönliche Besuche (BGH XII ZB 92/15 Rn. 18). Rein
telefonischer Kontakt genügt nicht. Jeder Kontakt ist mit Datum, Ort,
Dauer und Inhalt zu dokumentieren.

**3. Wünsche nicht eigenständig ermittelt**
Der Bericht muss erkennen lassen, wie der Betreuer die Wünsche der
betreuten Person ermittelt hat (Gespräch, Anhörung, Patientenverfügung).
Die bloße Aussage „Die Betreute hat keine Wünsche geäußert" ist
unzureichend, wenn nicht erkennbar ist, ob der Betreuer aktiv gefragt hat
(§ 1821 Abs. 2, 3 BGB; BGH XII ZB 85/22 Rn. 12).

**4. Vermischung Bericht und Rechnungslegung**
Der Jahresbericht (§ 1863 BGB) und die Rechnungslegung (§ 1865 BGB) sind
**zwei verschiedene Dokumente**. Im Bericht genügen Vermögens-Eckdaten;
die detaillierte Rechnungslegung mit Belegen wird gesondert eingereicht.

**5. Fristen versäumt**
- Anfangsbericht: binnen 3 Monaten nach Bestellung
- Jahresbericht: jährlich, im vom Gericht festgesetzten Turnus
- Schlussbericht: unverzüglich nach Ende der Betreuung
Fristversäumnis kann zur Anhörung, im Wiederholungsfall zur Entlassung
des Betreuers nach § 1868 BGB führen.

**6. Datenschutz bei KI-Nutzung**
Berichte enthalten besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9
DSGVO: Gesundheitsdaten) sowie Sozialdaten. Vor Übergabe an externe
KI-Systeme sind Daten zu pseudonymisieren (siehe Skill
`playbook-aus-eigenen-daten` im Plugin `kanzlei-builder-hub`). Berufs-
betreuer unterliegen zudem § 203 StGB (Schweigepflicht).

**7. Beendigungsanlass nicht geprüft**
§ 1863 Abs. 3 Nr. 4 BGB verlangt ausdrücklich die Mitteilung, ob Anlass
zur Aufhebung, Erweiterung oder Einschränkung besteht. Dieser Abschnitt
darf nie fehlen; er bewirkt die Verhältnismäßigkeitskontrolle nach
§ 1814 Abs. 3 BGB.

**8. Aufgabenkreis „Postangelegenheiten" / „Postkontrolle"**
Wegen Eingriff in Art. 10 GG nur bei gesondertem gerichtlichen Beschluss
(§ 1815 Abs. 2 Nr. 3 BGB). Im Bericht ist Notwendigkeit fortlaufend zu
begründen.

## Quellenpflicht

Bei jeder Ausgabe sind mindestens folgende Belege anzugeben:

- § 1863 BGB (Berichtspflicht) und § 1821 BGB (Wünsche, persönlicher Kontakt)
- BGH, Beschl. v. 02.07.2014 – XII ZB 120/14, FamRZ 2014, 1543 Rn. 9 ff.
  (Substantiierungsanforderungen)
- BGH, Beschl. v. 15.06.2022 – XII ZB 85/22, FamRZ 2022, 1391 Rn. 12 ff.
  (Wunschermittlung)
- BGH, Beschl. v. 28.07.2015 – XII ZB 92/15, FamRZ 2015, 1880 Rn. 18
  (Kontaktfrequenz im Heim)
- Götz, in: Grüneberg, BGB, 84. Aufl. 2025, § 1863 Rn. 1 ff.
- Schneider, in: MünchKomm BGB, 9. Aufl. 2024, § 1863 Rn. 5 ff.
- Loer, FamRZ 2023, 1697 (1700 f.)

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*Dieser Skill ersetzt keine konkrete fachliche Beratung im Einzelfall.
Vor Einreichung beim Betreuungsgericht ist der Bericht durch den
verantwortlichen Betreuer eigenständig zu prüfen.*
