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name: kuendigung-ordentlich
description: "Klausel-Spezialskill für Kündigung Ordentlich: prüft, redlined und entwirft die Klausel mit Risikoampel, Verbraucher-/B2B-Unterscheidung und praxistauglicher Ersatzfassung."
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# Kündigung Ordentlich

## Wann verwenden

Nutze diesen Skill für **Kündigung Ordentlich** im deutschen AGB-Recht, wenn eine Klausel geprüft, entworfen, redlined, verhandelt oder prozessual verteidigt werden soll.

## Minimal-Intake

- Rolle: Verwender, Kunde, Verbraucher, Unternehmer, Plattform, Händler, Verband oder Prozessgegner.
- Klausel: Wortlaut, Fundstelle, Überschrift, Kontext, Version und Einbeziehungsweg.
- Vertrag: Vertragstyp, Hauptleistung, Preis-/Risikomodell, Laufzeit und Vertriebskanal.
- Ziel: Wirksamkeit prüfen, Risiko senken, härter entwerfen, redlinen, verhandeln oder verteidigen.
- Nachweis: Screenshots, Checkout, E-Mail, Angebot, Auftragsbestätigung, Archivversion oder Kundendaten.

## Prüfpfad

1. **Normenstand sichern:** Vor tragenden Aussagen BGB §§ 305 bis 310 auf Gesetze im Internet prüfen; bei Verbandsrisiko UKlaG ergänzen.
2. **Anwendungsbereich:** AGB-Eigenschaft, Einbeziehung, Individualabrede, Verbraucher-/Unternehmerstatus und Sondermaterie klären.
3. **Auslegung:** kundenfeindlichste vertretbare Auslegung, Überraschung, Mehrdeutigkeit und Transparenz prüfen.
4. **Inhaltskontrolle:** § 307 BGB als Grundprüfung, danach einschlägige Klauselverbote aus §§ 308, 309 BGB und § 310 BGB einordnen.
5. **Spezialfokus Ordentliche Kuendigung:**
   - **Form:** § 309 Nr. 13 BGB: Form der Kuendigungserklaerung des Verbrauchers darf nicht ueber Textform (§ 126b BGB) hinausgehen. AGB-Klausel "Schriftform" fuer Verbraucher-Kuendigung unwirksam (BGH-Linie).
   - **Reziprozitaet:** Eigene Kuendigungsfrist des Verwenders darf nicht laenger sein als die des Kunden (asymmetrische Klauseln regelmaessig unwirksam, § 307 BGB).
   - **Frist B2C:** Bei Verbrauchervertraegen ueber wiederkehrende Lieferungen Kuendigungsfrist max. 1 Monat (§ 309 Nr. 9 lit. c BGB).
   - **Kuendigungsbutton § 312k BGB:** Bei Verbrauchervertraegen im elektronischen Geschaeftsverkehr ueber entgeltliche Leistungen (Streaming, Abos, Mitgliedschaften) gilt: Kuendigungsbutton "Vertraege hier kuendigen" muss gut lesbar, dauerhaft verfuegbar und ohne Anmeldung erreichbar sein; Bestaetigungsseite mit Bestaetigungsbutton; Bestaetigung in Textform an Kunde.
   - **B2B:** Direkte Anwendung von § 309 Nr. 13 BGB ausgeschlossen (§ 310 Abs. 1 BGB); Wertungsausstrahlung ueber § 307 BGB. Schriftform fuer B2B-Kuendigung haeufig zulaessig, jedoch Begrenzung auf qualifizierte elektronische Signatur unwirksam, da Textform mit elektronischer Form (Mail, Fax) ausreichen muss.
   - **Mietrecht-Spezifika:** § 568 Abs. 1 BGB - Kuendigung des Wohnraummietverhaeltnisses bedarf der Schriftform (gesetzliche Schriftform, nicht durch AGB modifizierbar). § 573c BGB Kuendigungsfristen Mieter gesetzlich zwingend.
   - **Arbeitsrecht-Spezifika:** § 623 BGB - Schriftform zwingend; § 126a BGB qES ausdruecklich ausgeschlossen.
6. **Rechtsfolge:** Unwirksamkeit; Kunde kann auch in Textform kuendigen; gesetzliche Fristen greifen.
7. **Verbesserung:** mindestens eine sichere Ersatzfassung und bei Bedarf eine verhandelbare Fallback-Fassung formulieren.

### Mustertext B2C (Online-Abovertrag)

> Der Kunde kann den Vertrag jederzeit in Textform mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kuendigen. Die Kuendigung erfolgt elektronisch ueber den auf der Webseite des Anbieters jederzeit ohne Login zugaenglichen Kuendigungsbutton oder schriftlich an [Adresse], per E-Mail an [E-Mail] oder per Fax an [Fax]. Der Anbieter bestaetigt den Eingang der Kuendigung und den Zeitpunkt des Vertragsendes in Textform.

## Output

| Punkt | Befund |
| --- | --- |
| Klauselzweck | ... |
| AGB-Kontrolle | ja/nein/unklar, warum |
| Hauptangriff | ... |
| Verteidigung | ... |
| Risiko | Grün/Gelb/Rot |
| Bessere Fassung | ... |
| offene Tatsachen | ... |

## Qualitätsregeln

- Keine Scheinzitate. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle.
- Keine geltungserhaltende Reduktion als Standardlösung anbieten.
- Bei B2B nicht so tun, als sei alles frei verhandelbar; Transparenz und Leitbild bleiben wichtig.
- Bei B2C streng, verständlich und dokumentationsfähig formulieren.
- Wenn eine Klausel wirtschaftlich gewollt, aber rechtlich riskant ist: Risiko offen labeln und Fallback anbieten.

## Quellenanker

Siehe `references/QUELLEN.md`, `references/PRUEFLOGIK.md` und `references/KLAUSELFAMILIEN.md`.
