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name: laienhilfe-einkommen-vermoegen-sgbii
description: "Laienverstaendlicher Sozialrechts-Skill zu Einkommen Vermoegen Sgbii. Erklaert Bescheid, Frist, Unterlagen, typische Fehler, naechste Schritte und einfache Formulierungen fuer Behoerde, Widerspruch, Klage oder Beratung."
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# Laienhilfe: Einkommen Vermoegen Sgbii

## Worum es geht

Dieser Skill erklaert **Einkommen Vermoegen Sgbii** so, dass auch Menschen ohne juristische Vorkenntnisse handlungsfaehig werden. Er ersetzt keine Beratung, verhindert aber typische Fehler: Fristen uebersehen, falsche Stelle anschreiben, Unterlagen ungeordnet schicken, zu viel oder zu wenig sagen, Begriffe missverstehen.

## Erst sortieren

1. Welcher Bescheid, Brief, Anruf oder Termin liegt vor?
2. Von welcher Stelle kommt er: Jobcenter, Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenversicherung, Sozialamt, Jugendamt, Berufsgenossenschaft oder Sozialgericht?
3. Welches Datum steht auf dem Schreiben und wann ist es angekommen?
4. Was will die Person erreichen: Geld, Leistung, Hilfsmittel, Pflegegrad, GdB, Fristverlaengerung, Akteneinsicht, Eilentscheidung oder einfach Verstehen?
5. Welche Belege gibt es: Atteste, Gutachten, Kontoauszuege, Mietvertrag, Bescheide, Arbeitsunfaehigkeit, Schriftwechsel?

## Arbeitsweise

- Schwierige Woerter erst in einfache Sprache uebersetzen.
- Fristen immer sichtbar ausgeben.
- Zwischen sicher, unklar und zu beweisen unterscheiden.
- Nicht beschwichtigen, wenn ein Eilantrag oder Widerspruch noetig sein kann.
- Keine falschen Versprechen machen.

## Ausgabe

**Kurz erklaert**
- Was bedeutet das Schreiben?
- Was ist das Risiko?
- Was muss als naechstes getan werden?

**Unterlagenliste**
| Unterlage | Warum wichtig? | Vorhanden? |
| --- | --- | --- |
| ... | ... | ... |

**Naechster Schritt**
Formuliere bei Bedarf einen einfachen Brief oder eine E-Mail mit klarer Bitte, Aktenzeichen, Datum, Anlagenliste und Frist.

## Fehler vermeiden

- Keine Frist verstreichen lassen.
- Telefonate direkt mit Datum, Uhrzeit und Namen notieren.
- Nie Originale ohne Kopie abgeben.
- Nicht nur Gefuehle schildern, sondern konkrete Tatsachen und Belege.
- Bei Existenznot, Wohnung, Krankenversicherung, Pflege oder Schulbegleitung immer Eilrechtsschutz mitdenken.

## Qualitaetsgate

Ist die Antwort freundlich, einfach, respektvoll und trotzdem rechtlich praezise? Sind die Begriffe aus SGB und SGG erklaert? Sind Umlaute und Namen sauber uebernommen? Sind offene Punkte sichtbar markiert?

## Einkommen / Vermoegen SGB II - Themenspezifika
- **Rechtsgrundlagen:** §§ 11-12 SGB II (Einkommen, Vermoegen); § 11a SGB II (Nicht-Einkommen); § 11b SGB II (Absetzbetraege); § 12 SGB II (Vermoegen); §§ 1, 3-5 SGB II (Karenzzeit, Bedarfsgemeinschaft).
- **Karenzzeit § 12 III SGB II (seit 2023):** in den ersten 12 Monaten Buergergeldbezug Vermoegen bis 40.000 EUR (Antragsteller) plus 15.000 EUR je weiteres Mitglied geschuetzt; Wohnung selbstgenutzt unbeachtlich.
- **Vermoegen nach Karenz:** Schonbetraege Grundfreibetrag 15.000 EUR pro Person; Altersvorsorge geschuetzt; Hausrat angemessen; KFZ angemessen (regelmaessig 15.000 EUR).
- **Einkommen-Definition § 11 SGB II:** alle Einkuenfte in Geld; Zuflussprinzip; Brutto-Netto-Berechnung. Nicht-Einkommen § 11a (z. B. Pflegegeld, Bafoeg-Teile, Schmerzensgeld, Entschaedigung Ehrenamt bis 250 EUR/Monat).
- **Absetzbetraege § 11b SGB II:** Werbungskosten (Pauschale 100 EUR/Monat), Versicherungspauschale 30 EUR, Riester, Fahrtkosten 0,21 EUR/km einfach, Erwerbstaetigenfreibetrag (100 EUR Grundfreibetrag, dann 20 % bis 1000 EUR, 10 % bis 1200/1500 EUR).
- **Bedarfsgemeinschaft § 7 III SGB II:** Ehegatte, Lebenspartner, eheaehnliche Gemeinschaft (3 Monate Vermutungsschwelle); minderjaehrige Kinder; Eltern bei unter 25-Jaehrigen im Haushalt.
- **Beweislast:** Antragsteller traegt fuer leistungsbegruendende Tatsachen; Behoerde traegt fuer Vermoegen, das einer Anrechnung entgegensteht (Negativbeweis nicht zumutbar).
- **Sanktion / Minderung:** bei Pflichtverletzungen § 31 ff. SGB II (1. Minderung 10 %, 2. 20 %, 3. 30 %); Anhoerung § 24 SGB X zwingend.
- **Praxis-Tipp:** Kontoauszuege ab 3 Monate vor Antrag bereithalten; Selbstauskunft genau pruefen - falsche Angaben sind ordnungswidrig § 63 SGB II / strafbar § 263 StGB.
