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name: lieferantenmapping-tier-single-source
description: "Systematisches Lieferantenmapping bis Tier-3/Tier-n für China-Lieferketten: Datenerhebung, Tier-Klassifizierung, China-Exponiertheits-Score, LkSG-Risikoanalyse §§ 5-7, BAFA-Relevanzprüfung, Forced-Labour-Screening (XUAR). Output: Lieferanten-Mapping-Vorlage mit Risikoscore und Prüfungsplan im Fes..."
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# Lieferantenmapping Tier-1 bis Tier-n: China-Exposition erfassen

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Fachkern: Lieferantenmapping Tier-1 bis Tier-n: China-Exposition erfassen
- **Normen-/Quellenanker:** AWG/AWV, EU-Dual-Use, Sanktionen, Zoll/USt, Incoterms, Lieferkette/LkSG/CSDDD, IP-/Know-how-Schutz, Datenschutz/Cybersecurity und lokale China-Compliance live prüfen.
- **Entscheidende Weiche:** Ordne Lieferant, Werk, Datenfluss, Zahlungsweg, Exportgut, politisches Risiko, IP-Leck und Exit-Szenario getrennt.

Begleitet Mandanten und Berater im Wirtschaftsverkehr mit der Volksrepublik China.
Ausgangspunkt ist der konkrete Mandantenfall; Ergebnis ist stets ein verwertbares Arbeitsprodukt.

## Mandantenfall

**Fall 1:** Ein Automobilzulieferer muss nach LkSG nachweisen, dass er seine mittelbaren Lieferanten in China kennt.

**Fall 2:** Ein Elektronikhersteller will prüfen, ob Tier-2-Lieferanten Komponenten aus XUAR beziehen.

**Fall 3:** Eine Beschaffungsabteilung sucht eine Vorlage für strukturiertes Lieferantenmapping für China-Einkauf.

## Erste Schritte

1. Direkte Lieferanten (Tier-1) identifizieren: Vertragspartner mit China-Bezug.
2. Tier-2 ermitteln: Selbstauskunft Tier-1 oder Einkaufsberichte anfordern.
3. Tier-3 und tiefer: Fokus auf Rohstoffquellen und XUAR-Bezüge.
4. China-Expositions-Score je Lieferant berechnen: Umsatzanteil, Substituierbarkeit, XUAR-Bezug.
5. LkSG-Risikoindikatoren ergänzen: Menschenrechts-, Umwelt-, Arbeitsrechtsrisiken.
6. BAFA-Relevanzprüfung: Dual-Use-Güter in der Lieferkette identifizieren.

## Rechtsrahmen

Verbindliches Recht und anerkannte Soft-Law-Quellen für diesen Skill:

- §§ 5-7 LkSG: Risikoanalyse, unmittelbare und mittelbare Zulieferer.
- § 10 LkSG: Beschwerdeverfahren für Lieferkettenrisiken.
- EU CSDDD (2024/1760) Art. 8: Sorgfaltspflichten für mittelbare Geschäftsbeziehungen.
- XUAR-Bezug: Uyghur Forced Labor Prevention Act (USA) als Compliance-Referenz (kein DE-Recht).
- BAFA-Merkblatt Dual-Use: Güter in Lieferkette auf AL-Listung prüfen.

Quellen sind getrennt nach deutschem Recht, EU-Recht und chinesischem Recht zu handhaben.
Bei Widersprüchen gilt: Verbindliches Recht geht Soft Law vor; aktueller Stand ist zu prüfen.

## Prüfraster

Schritt für Schritt abzuarbeiten, Ergebnisse dokumentieren:

- Sind alle Tier-1-Lieferanten mit China-Bezug identifiziert?
- Gibt es Hinweise auf XUAR-Ursprung von Materialien (Baumwolle, Polysilizium, Aluminium)?
- Sind kritische Single-Source-Lieferanten in der Mapping-Matrix markiert?
- Werden LkSG-Risikoindikatoren für jeden Lieferanten dokumentiert?
- Gibt es Lücken im Mapping unterhalb Tier-2?

## Typische Fallstricke

Aus der Beratungspraxis: Diese Fehler sollten aktiv vermieden werden.

- Tier-1-Fokus als LkSG-Fehler: Mittelbare Zulieferer müssen bei konkreten Hinweisen ebenfalls geprüft werden.
- Selbstauskünfte ungeprüft übernommen: Lieferanten-Fragebogen ohne Audit ist unzureichend.
- XUAR-Bezug schwer nachweisbar: Kein Zertifikat belegt zweifelsfrei XUAR-Freiheit.

## Gegenposition

Folgende Gegenargumente sind im Mandantengespräch zu adressieren:

- Behörde (BMWK/BAFA): Behältst du den Ermessensspielraum der Behörde im Blick?
- Vertragspartner China: Welche Interessen und Risikobewertungen hat die chinesische Seite?
- Investoren/Aufsichtsrat: Sind ESG- und Menschenrechts-Anforderungen berücksichtigt?
- Compliance: Wurde auf Exportkontroll- und Sanktions-Risiken geprüft?

## Quellen

Nur frei prüfbare Quellen aus erlaubten Domains. Rechtsprechung nur mit Gericht und Datum.

- [LkSG Volltext](https://www.gesetze-im-internet.de/lksg/)
- [BAFA Außenwirtschaft](https://www.bafa.de/DE/Aussenwirtschaft/aussenwirtschaft_node.html)
- [EU CSDDD EUR-Lex](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024L1760)
- [BMWK China-Strategie](https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Aussenwirtschaft/china-strategie.html)
- [AWG Volltext](https://www.gesetze-im-internet.de/awg_2013/)
