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name: long-covid-bk-anerkennung-bg
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# Fachanwalt Sozialrecht Long Covid Bk Anerkennung Bg: ordnet Normen, Nutzerangaben, Fristen, Belege und verifizierte Rechtsprechung zu einer belastbaren Prüfung.


## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: SGG §§ 51, 78, 87, 90, 130a, 144, 160, 183, 193, SGB I, II, III, V, VI, IX, X; § 11. SGB I-XII und Sozialgerichtsbarkeit SGG. Widerspruch; § 84 SGG Klage; § 87 SGG Eilantrag — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

**Fokus:** Fachanwalt Sozialrecht Long Covid Bk Anerkennung Bg: ordnet Normen, Nutzerangaben, Fristen, Belege und verifizierte Rechtsprechung zu einer belastbaren Prüfung.

### Long-COVID als Berufskrankheit § 9 SGB VII / BK 3101

## Fachlicher Kern — Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Long-COVID als Berufskrankheit § 9 SGB VII / BK 3101` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Normenradar:** SGB I, IV § 7 und § 7a, V, VI, VII, IX, X §§ 20, 24, 44, 45, 48, 50, 60 ff.; SGB II, XII; SGG §§ 54, 86a, 86b, 87, 90, 103, 109, 144, 151, 160; Pflegebegutachtung/MD-Richtlinien live prüfen.
- **Verifizierte Anker:** BSG, Urteil vom 05.11.2024 - B 12 BA 3/23 R (Lehrer/Dozenten: Status immer einzelfallabhängig); BSG, Urteil vom 23.04.2024 - B 12 BA 9/22 R (Pilot/Freelancer, Eingliederung und unternehmerisches Risiko); BSG, Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 37/19 R und Urteil vom 20.02.2024 - B 12 KR 1/22 R (GmbH-Geschäftsführer, Sperrminorität/mittelbare Beteiligung).
- **Arbeitsmodus:** Immer Verwaltungsakt, Frist, Widerspruch/Klage/eA, Amtsermittlung, medizinische Tatsachen, Mitwirkungspflichten und Beweisgutachten trennen; bei Status § 7 SGB IV: tatsächliche Eingliederung, Weisung, Rechtsmacht und Unternehmerrisiko abgleichen.
- **Outputpflicht:** Bescheidanalyse in einfacher Sprache, Widerspruch, eA-Antrag, Statusmatrix, medizinische Beweisfragen, Belegliste, Fristenplan oder SG-Schriftsatz.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

## Triage — kläre vor Long-COVID-BK-Bearbeitung
1. Liegt berufliche Exposition gegenüber SARS-CoV-2 im Anwendungsbereich BK 3101 vor (Gesundheitsdienst, Wohlfahrtspflege, Laboratorien)?
2. Wurde die Infektion labordiagnostisch gesichert (PCR oder Antikörper)? Ohne Nachweis kein Versicherungsfall.
3. Anerkennung durch die BG bereits erteilt, abgelehnt oder noch Prüfung laufend?
4. ME/CFS als Folge-Diagnose vom Facharzt gesichert? Gutachtenstreit erwartet.
5. Frist für Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid der BG (1 Monat § 84 SGG) bereits angelaufen?

## Aktuelle Rechtsprechung (Stand Mai 2026)

- BSG, Urteil vom 25.03.2025 — B 2 U 2/23 R (2. Senat, Unfallversicherung): Behandelt Verletztengeld und Anrechnung von Einkommen bei Arbeitsunfähigkeit nach Berufskrankheit; Grundsatz: Verletztengeld ersetzt den durch die BK-bedingte Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Verdienst. Offene Fundstelle: https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2025/2025_03_25_B_02_U_02_23_R.html
- BSG, Urteil vom 17.06.2025 — B 2 U 10/23 R (Berufskrankheit). Offene Fundstelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=17.06.2025&Aktenzeichen=B+2+U+10/23+R
- Long-/Post-COVID — Stand der medizinischen Erkenntnis: AWMF-S1-Leitlinie Long-/Post-COVID Stand 05/2024 (Recherche: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/020-027); diese stützt die instanzgerichtliche Linie (LSG-Entscheidungen seit 2023/2024), dass Fatigue-Syndrom und kognitive Defizite als typische Post-COVID-Symptome anzuerkennen sind und der medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisstand für eine Kausalitätsbeurteilung im Rahmen der BK 3101 inzwischen vorliegt.
- Hinweis: Eine BSG-Leitentscheidung 2025/2026 speziell zur Anerkennung von Long-COVID als Folge der BK 3101 ist Stand Mai 2026 nicht im Volltext zugänglich; mehrere Verfahren sind nach öffentlicher Aktenzeichenlage anhängig (vgl. https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Rechtsfragen/DE/B_02_U_17_23_R.html). Vor Ausgabe Aktenzeichen-Recherche unter https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/ durchführen.

## Kaltstart-Rückfragen

1. In welchem Beruf war der Mandant tätig (Pflegekraft, Arzt, Lehrer, Kassierer, Sozialarbeiter) — und liegt der Beruf im Anwendungsbereich der BK 3101?
2. Wann und unter welchen konkreten Umständen erfolgte die COVID-19-Infektion (nachgewiesenes Datum, Kontaktereignis mit Infizierten)?
3. Wurde die Infektion durch PCR-Test oder Antikörpernachweis gesichert — liegt ein positiver Testbefund vor?
4. Welche Long-COVID-Symptome bestehen dauerhaft (Fatigue, kognitive Defizite, POTS, Dyspnoe, Postexertionelle Malaise)?
5. Liegt eine ME/CFS-Diagnose (ICD G93.3) als Folgeerkrankung vor — von welcher Spezialambulanz bestätigt?
6. Hat die Berufsgenossenschaft bereits eine Entscheidung getroffen (Anerkennung, Ablehnung, Prüfung noch laufend)?
7. Sind Rentenversicherungs-/Krankengeldfragen bereits parallel geklärt, oder laufen mehrere Verfahren?
8. Liegt Berufsunfähigkeit vor — und wurde ein GdB-Antrag (§ 69 SGB IX) bereits gestellt?

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- **Was will der Mandant wirklich erreichen?** (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

## Rechtsgrundlagen

| Norm | Inhalt |
|---|---|
| § 9 Abs. 1 SGB VII | Berufskrankheit nach BK-Liste (BKV Anlage 1) |
| § 9 Abs. 2 SGB VII | Wie-BK (Quasi-BK): nicht gelistete Erkrankungen, die wie eine BK zu entschädigen sind |
| BKV Anlage 1 Nr. 3101 | Infektionskrankheiten bei Gesundheitsdienst, Wohlfahrtspflege, Laboratorien |
| § 7 SGB VII | Versicherungsfall: Arbeitsunfall und Berufskrankheit |
| § 8 SGB VII | Arbeitsunfall (für Nicht-BK-Konstellationen) |
| § 56 SGB VII | Verletztenrente ab MdE 20 % |
| § 26 SGB VII | Heilbehandlung, medizinische Rehabilitation |
| § 45 SGB VII | Verletztengeld (bis 78 Wochen) |
| § 193 SGB VII | Anzeigepflicht des Arbeitgebers (Unfallanzeige) |
| § 20 SGB X | Amtsermittlungsgrundsatz: BG ermittelt von Amts wegen |
| § 84 SGG | Widerspruchsfrist ein Monat |

### Leitentscheidungen (Stand Mai 2026)

| Aktenzeichen | Gericht/Datum | Tragende Aussage | Offene Fundstelle |
|---|---|---|---|
| B 2 U 2/23 R | BSG 25.03.2025 (2. Senat) | Verletztengeld § 45 SGB VII — Einkommensanrechnung bei BK-bedingter AU; Verletztengeld ersetzt nur den durch die geschädigte Tätigkeit ausgefallenen Verdienst | https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2025/2025_03_25_B_02_U_02_23_R.html |
| B 2 U 10/23 R | BSG 17.06.2025 | Berufskrankheit nach BKV — konkrete Aussage vor Verwendung im Volltext prüfen | https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=17.06.2025&Aktenzeichen=B+2+U+10/23+R |
| B 2 U 13/21 R | BSG 27.09.2023 | BK-Beweisanforderungen; Maßstab Kausalitätsfeststellung | https://www.bsg.bund.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2023/2023_09_27_B_02_U_13_21_R.html |

Stand Mai 2026: Eine BSG-Leitentscheidung speziell zur Anerkennung von Long-COVID nach BK 3101 ist nicht im Volltext veröffentlicht; mehrere Verfahren sind nach öffentlicher Aktenzeichenlage anhängig. Vor Verwendung in dejure.org / bsg.bund.de live verifizieren.

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## Prüfschema (14 Schritte)

| Schritt | Inhalt | Norm |
|---|---|---|
| 1 | Beruf im Anwendungsbereich BK 3101? (Gesundheitsdienst, Wohlfahrtspflege, Labor) | BKV Anlage 1 Nr. 3101 |
| 2 | Bei Nicht-Listenberuf: Wie-BK § 9 Abs. 2 SGB VII möglich? | § 9 Abs. 2 SGB VII |
| 3 | Höhere Infektionsgefährdung als Allgemeinbevölkerung dokumentiert? | RKI-Empfehlung |
| 4 | Labordiagnostischer Infektionsnachweis (PCR / Antikörper) und zeitlicher Konnex zur beruflichen Tätigkeit | § 9 SGB VII, BKV Anlage 1 Nr. 3101 |
| 5 | Symptompersistenz > 12 Wochen — Anwendungsbereich Post-COVID nach AWMF-S1-Leitlinie 05/2024 | https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/020-027 |
| 6 | Kausalitätskette: berufliche Exposition → Infektion → Long-COVID-Folge — vor Ausgabe BSG/LSG-Linie zur Kausalitätsbeurteilung live in dejure.org prüfen | § 9 SGB VII |
| 7 | Long-COVID-Symptome dauerhaft belegt? (Fatigue, PEM, POTS, Kognition) | Arztberichte, Spezialambulanz |
| 8 | ME/CFS (ICD G93.3) als Folgeerkrankung diagnostiziert? | Diagnostik-Kriterien (CCC/ICC) |
| 9 | BG-Anzeige nach § 193 SGB VII durch Arbeitgeber erfolgt? | § 193 SGB VII |
| 10 | BG-Bescheid: Ablehnung mit welcher Begründung? | § 84 SGG |
| 11 | Gegen-Gutachten beauftragt? (Arbeitsmediziner, Infektiologe, Neurologe) | § 109 SGG |
| 12 | MdE-Grad bei Anerkennung schätzen (ab 20 % Verletztenrente) | § 56 SGB VII |
| 13 | Heilbehandlung, Verletztengeld, Reha parallel beantragen | §§ 26, 45 SGB VII |
| 14 | Klage SG bei endgültiger Ablehnung | § 87 SGG |

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## Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist **eine** moegliche Form — nicht die einzige.

| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Standard — Long-COVID BK-Anerkennung Berufsgenossenschaft | Widerspruchsschriftsatz BG; Template unten |
| Variante A — Dienstunfall statt BK (Beamte) | Beamtenrecht statt SGB VII; anderer Anspruchsweg |
| Variante B — Keine Listenanerkennung als BK | § 9 Abs. 2 SGB VII Wie-BK prüfen; neue Erkenntnisse |
| Variante C — Privatversicherung daneben | AU-Versicherung und BG-Leistungen nicht ausschliessend |

Wenn die Mandantenkonstellation **nicht** ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

## Schriftsatzbausteine

### Baustein 1 — Widerspruch gegen BG-Ablehnung BK 3101

```
An die [Berufsgenossenschaft Name]
Widerspruchsstelle
[Anschrift]

Az. der BG: [Az.]
betr. [Name, Geburtsdatum]

Widerspruch gegen den Bescheid vom [Datum],
zugegangen am [Datum]

Sehr geehrte Damen und Herren,

namens und in Vollmacht legen wir

 W i d e r s p r u c h

ein.

I. Sachverhalt

Unsere Mandantschaft war vom [Datum] bis [Datum] als [Beruf]
bei [Arbeitgeber] tätig. Am [Datum] erkrankte sie nachweislich
an COVID-19 (PCR-positiv, Anlage W1). Seitdem leidet sie an
Long-COVID (ICD U09.9) und ME/CFS (ICD G93.3), diagnostiziert
durch [Spezialambulanz] am [Datum] (Anlage W2).

II. Anwendungsbereich BK 3101 ist eröffnet

Der Beruf [Beruf] fällt in den Anwendungsbereich der BK 3101
(Infektionskrankheiten bei der Arbeit im Gesundheitsdienst).
Die berufliche Exposition war nach RKI-Empfehlung mindestens
[2–5]-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung (Anlage W3:
Arbeitsplatzbeschreibung mit Expositionsanalyse; Anlage W4:
Stellungnahme Betriebsarzt).

III. Kausalität

Die haftungsbegründende Kausalität ist überwiegend wahr-
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
ereignisse am [Datum] mit [Kontaktpersonen] sind dokumentiert
(Anlage W5: Kontakttagebuch / Schichtprotokoll).

IV. Versicherungsfall Long-COVID / ME/CFS

Long-COVID als Folge von COVID-19 ist eine Erkrankung im Sinne
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Anwendbarkeit der BK 3101 auf Infektionskrankheiten im
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Long-COVID als anerkennungsfähige Folge anerkannt.

Wir beantragen:
1. Den ablehnenden Bescheid aufzuheben.
2. Die Erkrankung als BK 3101 anzuerkennen.
3. Heilbehandlung, Verletztenrente (MdE [X] %) und Reha
 zu gewähren.
4. Akteneinsicht § 25 SGB X.

Mit freundlichen Grüßen
[Fachanwalt/-anwältin für Sozialrecht]
```

### Baustein 2 — Klage Sozialgericht Long-COVID BK 3101

```
An das Sozialgericht [Ort] [Datum]

Klage
[Name] ./. [Berufsgenossenschaft]

Ich / Wir erheben namens und in Vollmacht von [Name, Geburtsdatum]
gegen den Widerspruchsbescheid vom [Datum] (Az. [...])

 K l a g e

und beantragen:

Der Beklagte wird verpflichtet, die Erkrankung der Klägerin /
des Klägers (Long-COVID/ME/CFS, ICD U09.9 / G93.3) als BK 3101
anzuerkennen und Verletztenrente nach § 56 SGB VII in gesetz-
licher Höhe zu gewähren.

Begründung:

[Zusammenfassung Sachverhalt, Anwendungsbereich BK 3101,
Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
L 17 U 232/22, Ablehnung der BG mit Gegenargumenten]

Beweisangebot:
- Anlage K1: Arztberichte Spezialambulanz
- Anlage K2: PCR-Testnachweis
- Anlage K3: Arbeitsplatzbeschreibung
- Anlage K4: Gutachten [Arbeitsmediziner/Neurologe]

Zugleich beantragen wir ein Sachverständigengutachten nach
§ 109 SGG durch [Gutachter].

Mit freundlichen Grüßen
[Fachanwalt/-anwältin]
```

--- vor Versand klären ---
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]

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## Beweislast

| Position | Träger | Standard | Beweismittel |
|---|---|---|---|
| Berufliche Tätigkeit im Anwendungsbereich | Kläger | Vollbeweis | Arbeitsvertrag, Tätigkeitsbeschreibung |
| Höhere Exposition als Allgemeinbevölkerung | Kläger | Wahrscheinlichkeit | RKI-Empfehlung, Betriebsarzt-Bericht |
| Konkretes Infektionsereignis | Kläger | Vollbeweis | PCR-Nachweis, Kontakttagebuch |
| Erkrankung Long-COVID/ME/CFS | Kläger | Vollbeweis | Arztberichte, ICD-Codierung |
| Rechtsprechung live prüfen | Live-Verifikation erforderlich | Live-Verifikation erforderlich | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren |
| Haftungsausfüllende Kausalität (Infektion→Long-COVID) | Kläger | Überwiegende Wahrscheinlichkeit | Neurolog./immunolog. Gutachten |
| MdE-Grad | Gutachter | Schätzung | Arbeitsambulanzbericht |

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## Fristen und Verjährung

| Frist | Grundlage | Inhalt |
|---|---|---|
| Keine Antragsfrist | § 9 SGB VII | BK-Anzeige jederzeit möglich |
| Drei Tage (Arbeitgeber) | § 193 SGB VII | AG-Pflicht zur Anzeige bei bekannter BK |
| Ein Monat | § 84 SGG | Widerspruchsfrist |
| Ein Monat | § 87 SGG | Klagefrist nach Widerspruchsbescheid |
| Vier Jahre | § 44 SGB X | Rücknahme rechtswidrig ablehnender BG-Bescheide |
| Keine | § 56 SGB VII | Verletztenrente: kein Verjährungs-Endtermin |

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## Typische Gegenargumente der Berufsgenossenschaft

| BG-Argument | Rechtliche Gegenstrategie |
|---|---|
| "Beruf nicht im Gesundheitsdienst" | BK 3101-Anwendungsbereich weit auslegen; ggf. Wie-BK § 9 Abs. 2 SGB VII |
| "Infektion privat, nicht beruflich" | Kontaktereignisse dokumentieren; Schichtprotokolle, Infektionsketten belegen |
| Rechtsprechung live prüfen | keine Entscheidung aus Modellwissen; Quelle vor Ausgabe protokollieren |
| "MdE unter 20 %, keine Rente" | MdE-Gutachten angreifen; Schweregradsskalen (Bell-Score, FSS) belegen |
| "Kausalität nicht wahrscheinlich" | Gegenexpositionsanalyse; eigenes arbeitsmedizinisches Gutachten |
| "ME/CFS nicht nachgewiesen" | Diagnose-Leitlinien (CCC/ICC) anwenden; Spezialambulanz-Gutachten |

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## Streitwert / Kosten

| Position | Richtwert |
|---|---|
| Streitwert Klage BK-Anerkennung | Jahreswert der Verletztenrente × 13 (§ 42 GKG analog) |
| Gerichtskosten SG | Kostenfrei § 183 SGG |
| Anwaltskosten | PKH prüfen; Wahlanwalt EUR 1200 bis 2500 (erste Instanz) |
| § 109-Gutachten | EUR 1500 bis 5000; Vorschuss; PKH für Gutachten beantragen |
| LSG-Berufung | Streitwert > EUR 750 (§ 144 Abs. 1 SGG) |

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## Strategische Empfehlung

| Fallkonstellation | Empfehlung |
|---|---|
| Beruf außerhalb Gesundheitsdienst | Wie-BK § 9 Abs. 2 SGB VII prüfen; Expositionsnachweis sichern |
| Infektion privat und beruflich möglich | Indizienlage für berufliche Ursache aufbauen; private Kontakte ausschließen |
| ME/CFS-Diagnose fehlt noch | Sofort Spezialambulanz aufsuchen; Diagnose nach CCC/ICC |
| BG-Ablehnung mit internem Gutachten | § 109 SGG-Gutachten; eigenen Arbeitsmediziner + Neurologen einschalten |
| Parallele GKV/DRV-Verfahren | Koordination aller Verfahren; BG-Anerkennung hat Vorrang vor GKV |
| MdE-Diskussion | Kombination von Funktionsdefiziten (Fatigue + Kognition + POTS) kumuliert begutachten lassen |

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## Anschluss-Skills

- `fachanwalt-medizinrecht-off-label-use-erstattung-gkv-long-covid` — GKV-Erstattung parallel
- `fachanwalt-sozialrecht-erwerbsminderungsrente` — wenn BG-Verfahren nicht greift
- `fachanwalt-sozialrecht-gdb-schwerbehinderung` — GdB-Antrag parallel
- `fachanwalt-sozialrecht-widerspruch-sozialleistung` — allgemeine Widerspruchslogik

## Quellen

Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
