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name: neu-016-ddr-recht-sozialistische-gesetzlichkeit-und-ueberlei
description: "Deutsche Rechtsgeschichte: DDR-Recht sozialistische Gesetzlichkeit und Überleitung im Deutsche Rechtsgeschichte."
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# Deutsche Rechtsgeschichte: 016 Ddr Recht Sozialistische Gesetzlichkeit Und Ueberlei

## Historische Quellenanker

Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:

- `Art. 20 Abs. 3 GG` — rechtsstaatlicher Gegenwartsanker.
- `Art. 1 Abs. 1 GG` — Menschenwuerde als Zäsur- und Kontinuitaetsmassstab.
- `Art. 123 Abs. 1 GG` — Fortgeltung vorkonstitutionellen Rechts.
- `Art. 125 GG` — Fortgeltung als Bundesrecht.
- `Art. 126 GG` — Meinungsverschiedenheiten über Fortgeltung.
- `Art. 20 Einigungsvertrag` — öffentlicher Dienst und Rechtsuebergang.
- `Art. 21 Einigungsvertrag` — Verwaltungsvermögen.
- `Art. 22 Einigungsvertrag` — Finanzvermoegen.
- `§ 1 VermG` — Anwendungsbereich Vermögensgesetz.
- `§ 3 VermG` — Rückübertragung.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — Verjährung nach jeweiliger Quelle; heutige Relevanz über Art. 184 ff. EGBGB und Auslegungshilfe für Grundrechtsverständnis.
- Tragende Normen verifizieren: Sachsenspiegel, Schwabenspiegel, Carolina (CCC 1532), Preußisches ALR 1794, Code civil (1804), Sächsisches BGB 1865, BGB 1900, WRV 1919, GG 1949; rechtshistorische Quellen MGH, Constitutiones — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Rechtshistoriker, Quelleneditionen, Lehrstühle für deutsche Rechtsgeschichte, Verfassungsrechtler (Auslegungshintergrund), Restitutionsverfahren mit historischem Anker.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Quellenedition, rechtshistorisches Gutachten, Vorlesungsskript, dogmenhistorischer Aufsatz, Verfassungsentstehungsgeschichte — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## DDR-Rechtsordnung

### Verfassung
- **07.10.1949**: erste DDR-Verfassung.
- **06.04.1968**: zweite Verfassung (sozialistisch).
- **07.10.1974**: revidierte Verfassung.

### Wichtige Gesetzbuecher
- **Zivilgesetzbuch der DDR (ZGB) 19.06.1975** (in Kraft 01.01.1976) — ersetzt das BGB in der DDR.
- **Strafgesetzbuch der DDR (StGB-DDR) 12.01.1968**.
- **Zivilprozessordnung der DDR**.
- **Familiengesetzbuch der DDR (FGB)** 20.12.1965.

### Sozialistische Eigentumsformen
- Volkseigentum.
- Genossenschaftliches Eigentum (LPG, PGH).
- Persoenliches Eigentum (statt Privateigentum).

## Bodenreform 1945-1949

- **SMAD-Befehl Nr. 110** vom 23.10.1945 in SBZ: Enteignung Grossgrundbesitzer über 100 ha.
- "Junkerland in Bauernhand"-Kampagne.

## Industrievolkseigentum

- Volkseigene Betriebe (VEB).
- Kombinate.

## Wende und Wiedervereinigung

- **09.11.1989**: Mauerfall.
- **18.05.1990**: Vertrag über die Schaffung einer Waehrungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.
- **31.08.1990**: Einigungsvertrag.
- **03.10.1990**: Tag der Deutschen Einheit.

## Einigungsvertrag

- Beitritt der DDR zur Bundesrepublik nach Art. 23 GG a.F.
- Geltung des Grundgesetzes auf dem Beitrittsgebiet.
- ZGB-DDR aufgehoben; BGB gilt.
- Vermögensgesetz 23.09.1990 — "Rueckgabe vor Entschaedigung" mit Ausnahmen.

## Rechtsfragen heute

- Sachenrechtsbereinigungsgesetz 1994 — Bodenreform-Eigentum.
- Vermögensrechtliche Streitigkeiten bis heute.
- DDR-Strafurteile: Rehabilitierungsgesetz 1992.
