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description: "Deutsche Rechtsgeschichte: Einigungsvertrag Rechtsüberleitung und Vermögensfragen im Deutsche Rechtsgeschichte."
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# Deutsche Rechtsgeschichte: 017 Einigungsvertrag Rechtsueberleitung Und Vermögensfr

## Historische Quellenanker

Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:

- `Art. 20 Abs. 3 GG` — rechtsstaatlicher Gegenwartsanker.
- `Art. 1 Abs. 1 GG` — Menschenwuerde als Zäsur- und Kontinuitaetsmassstab.
- `Art. 123 Abs. 1 GG` — Fortgeltung vorkonstitutionellen Rechts.
- `Art. 125 GG` — Fortgeltung als Bundesrecht.
- `Art. 126 GG` — Meinungsverschiedenheiten über Fortgeltung.
- `Art. 20 Einigungsvertrag` — öffentlicher Dienst und Rechtsuebergang.
- `Art. 21 Einigungsvertrag` — Verwaltungsvermögen.
- `Art. 22 Einigungsvertrag` — Finanzvermoegen.
- `§ 1 VermG` — Anwendungsbereich Vermögensgesetz.
- `§ 3 VermG` — Rückübertragung.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — Verjährung nach jeweiliger Quelle; heutige Relevanz über Art. 184 ff. EGBGB und Auslegungshilfe für Grundrechtsverständnis.
- Tragende Normen verifizieren: Sachsenspiegel, Schwabenspiegel, Carolina (CCC 1532), Preußisches ALR 1794, Code civil (1804), Sächsisches BGB 1865, BGB 1900, WRV 1919, GG 1949; rechtshistorische Quellen MGH, Constitutiones — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Rechtshistoriker, Quelleneditionen, Lehrstühle für deutsche Rechtsgeschichte, Verfassungsrechtler (Auslegungshintergrund), Restitutionsverfahren mit historischem Anker.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Quellenedition, rechtshistorisches Gutachten, Vorlesungsskript, dogmenhistorischer Aufsatz, Verfassungsentstehungsgeschichte — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Einigungsvertrag

- Vertrag zwischen BRD und DDR.
- **31.08.1990** unterzeichnet.
- **03.10.1990** Wirksamkeitstag.
- Beitritt der DDR zur BRD nach Art. 23 GG a.F.

## Wichtige Anhaenge

- **Anlage I**: Aufhebung von DDR-Recht.
- **Anlage II**: Fortgeltung von DDR-Recht.

## Rechtsueberleitung

- BRD-Recht gilt im Beitrittsgebiet.
- Ausnahmen: bestimmte DDR-Vorschriften bleiben (Anlage II) bis zur Aufhebung.
- Sondervorschriften für Versorgung Familienrecht Sozialrecht.

## Vermögensgesetz 23.09.1990

- Grundsatz: "Rueckgabe vor Entschaedigung" für Enteignungen in der SBZ/DDR.
- Ausnahmen: Bodenreform 1945-1949 (Sowjetbesatzungszone) — KEINE Rueckgabe.
- Frist für Antraege.

## Sachenrechtsbereinigungsgesetz 21.09.1994

- Regelt Eigentumsverhaeltnisse bei Bodenreformland.
- Kaufrecht oder Nutzungsrecht.

## Konkrete Streitfragen

- Mauergrundstuecke.
- Treuhandvermoegen.
- Restitution juedischer Erben (mit Vorrang).
- DDR-Funktionaerseinkommen Rentenueberleitung.

## Renten-Ueberleitung

- **Rentenueberleitungsgesetz 25.07.1991**.
- BVerfG-Rspr. zur Anerkennung Beitragszeiten DDR.

## Heutige Praxis

- Bodenreform-Streitigkeiten vor BGH und VG.
- Wiedergutmachungsfaelle vor BVerwG.
