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name: paulianische-anfechtung-fortwirkung
description: "Fortwirkung der paulianischen Anfechtung in AnfG und InsO. Skill behandelt die dogmengeschichtliche Linie von der actio Pauliana ueber das BGB-AnfG (1879/1994) bis zu den §§ 129 ff. InsO. Klaert die Strukturparallelen und Abweichungen bei Vorsatzanfechtung Inkongruenz und unentgeltlichen Leistung"
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# Rom 118 Paulianische Anfechtung Fortwirkung Anfg Inso

## Strukturparallelen

| actio Pauliana | AnfG | InsO |
|---|---|---|
| consilium fraudis | Vorsatz Schuldner § 3 | Vorsatz § 133 |
| scientia des Dritten | Kenntnis Dritter § 3 | Kenntnis § 133 |
| unentgeltliches Geschäft (keine scientia noetig) | § 4 | § 134 |
| nahestehende Personen Vermutung | § 6 | § 138 |
| annus utilis | 4-10 Jahre Frist | 4-10 Jahre Frist |
| Restitution durch bonorum emptor | Rueckgewaehr § 11 AnfG | Rueckgewaehr § 143 InsO |

## Abweichungen

### Vorsatz vs. consilium
- Roemisches Recht: Bewusstsein der Schaedigung.
- Modernes Recht: Gläubigerbenachteiligungsvorsatz.

### Frist
- annus utilis: ein "nutzbares" Jahr ab Kenntnis.
- AnfG / InsO: bis 10 Jahre (Vorsatzanfechtung).

### Inkongruenz
- Roemisches Recht: nicht ausdifferenziert.
- InsO § 131: eigene Kategorie.

## Rezeption

- Glossatoren des 12./13. Jh. (Bologna) bearbeiteten D. 42.8 systematisch.
- Pandektisten (Savigny, Windscheid) entwickelten die actio Pauliana zur "allgemeinen Gläubigeranfechtungsklage".
- BGB-Gesetzgeber 1900 verzichtete auf Aufnahme ins BGB, weil AnfG (1879) bereits geregelt.
- AnfG 1879 als selbständiges Gesetz; Reformen 1899, 1994 (im Zuge der Insolvenzrechtsreform).

## Prüfraster

1. Welcher Tatbestand?
2. Welche Frist?
3. Beweislage?
4. Rechtsfolge Restitution?
5. Quellenmatrix.
