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name: qualitaetsgate-hardening-kanzlei
description: "Haertet Kanzlei-Outputs mit mehrstufigen Qualitaetsgates für Anfaenger und Profis. Anwendungsfall Schriftsatz Vertrag oder beA-Versand soll vor Abgang auf Substanz Vollständigkeit und Haftungsrisiken geprüft werden. Normen § 51 BRAO Haftung § 43a BRAO Berufspflichten § 130a ZPO formelle Anforderu..."
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# Qualitätsgate und Hardening

## Arbeitsbereich

Haertet Kanzlei-Outputs mit mehrstufigen Qualitaetsgates für Anfaenger und Profis. Anwendungsfall Schriftsatz Vertrag oder beA-Versand soll vor Abgang auf Substanz Vollständigkeit und Haftungsrisiken geprüft werden. Normen § 51 BRAO Haftung § 43a BRAO Berufspflichten § 130a ZPO formelle Anforderungen. Prüfraster Substanz Beweise Anlagen Fristen Zuständigkeit Anträge Vollmacht Datenschutz Zitate Versandweg Rechnung offene Risiken. Output Qualitaetsgate-Bericht mit Ampelstatus Maengelliste und Freigabeentscheidung. Abgrenzung zu versand-vor-check (unmittelbarer Pre-Check) und kanzlei-allgemein-schreibcanvas. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO §§ 43, 43a, 43e, 45, 49b, 53, 59b, 73; BORA §§ 2, 3, 4, 5, 6, 10, 11, 12; RVG §§ 3a, 10; GwG §§ 2, 10, 11, 43; DSGVO Art. 5, 6, 9, 28, 32; BDSG § 26; ZPO § 130d; BRAO § 31a/beA und lokale Kammerhinweise live prüfen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Triage zu Beginn
1. Welches Produkttyp soll geprueft werden: Klage, Replik, Antrag, Vertrag, Mandantenbrief, Rechnung oder beA-Versand?
2. Soll der Schnellcheck (nur rote Risiken), Normal- oder Profi-Modus (Taktik, Gegner-Argument, Kosten) eingesetzt werden?
3. Gibt es eine laufende Frist, die den Prüfumfang begrenzt?
4. Soll das Qualitaetsgate-Protokoll als Aktenbestandteil gespeichert werden?

## Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## Zentrale Normen
- § 43 BRAO — Sorgfaltspflicht: Qualitaetssicherung als Grundpflicht vor jedem Ausgang
- § 130 ZPO — Inhalt von Schriftsaetzen: Antraege und Begruendung müssen vollstaendig sein
- § 253 Abs. 2 ZPO — Klageschrift: Vollstaendigkeitspflicht bei Antraegen und Tatsachen
- § 51 BRAO — Haftung bei erkennbar lueckenhaftem oder fehlerhaftem Schriftsatz

## Moduswahl

Zu Beginn anbieten:

1. `Schnellcheck`: nur rote Risiken und fehlende Pflichtpunkte.
2. `Normal`: Substanz, Beweise, Anlagen, Fristen, Versand.
3. `Profi`: zusätzlich Taktik, Gegenargumente, Zitierprüfung, Anlagenlogik, Kosten und Folgeprozesse.

## Allgemeine Gates

- Ziel und Adressat klar.
- Akte und Aktenzeichen korrekt.
- Sachverhalt mit Datum, Beteiligten und Quelle.
- Rechtliche Grundlage benannt.
- Antrag oder gewünschtes Ergebnis konkret.
- Beweis- und Glaubhaftmachungsmittel zugeordnet.
- Anlagen nummeriert und erwähnt.
- Fristen und Zustellung geprüft.
- Vollmacht, Signatur und Vertretung geprüft.
- Datenschutz und Mandatsgeheimnis geprüft.
- Kosten, Rechnung oder Zeitnarrativ vorgemerkt.
- Versandweg und Protokoll vorbereitet.
- Offene Risiken sichtbar.

## Stop-, Warn- und Durchlauf-Logik

Das Gate darf nicht alles gleich behandeln. Immer eine Einstufung ausgeben:

- `STOPP`: Ausgabe oder Versand wäre fachlich, fristlich, berufsrechtlich oder technisch gefährlich. Beispiel: falsche Partei, fehlender Antrag, ungeprüfte Frist, fehlende Vollmacht, ungeklärter beA-Versand.
- `WARNUNG`: Entwurf ist nutzbar, aber mit sichtbarem Risiko. Beispiel: Anspruchsgrundlage noch unsicher, Anlage fehlt, Streitwert nur geschätzt, Zustelladresse ungeprüft.
- `DURCHLAUF`: Output ist für den gewählten Arbeitsstand plausibel. Offene Punkte sind dokumentiert und nicht versandkritisch.

Für das Kommandocenter zusätzlich mappen:

- `STOPP` = Ampel `ROT`.
- `WARNUNG` = Ampel `GELB`.
- `DURCHLAUF` = Ampel `GRÜN`.

Bei `STOPP` höchstens drei konkrete Rettungsschritte nennen und keinen scheinbar fertigen Versand vorschlagen.

## Produktspezifische Pflichtgates

### Klage, Replik, Antrag

- Antrag vollstreckungsfähig oder bewusst als Entwurf markiert.
- Zuständigkeit, Frist und Streitwert geprüft.
- Rubrum mit Partei, Rechtsform, Vertreter und Anschrift geprüft.
- Anspruchsgrundlage, Tatsachen, Subsumtion und Beweise getrennt.
- Darlegungs- und Beweislast geprüft.
- Anlagen im Text erwähnt und im Anlagenverzeichnis geführt.
- Bei Replik: jeder erhebliche Gegenvortrag einzeln beantwortet.
- beA-Dateien, Signatur, Vollmacht und Versandprotokoll geprüft.

### Vertrag

- Parteien und Vertretung gegen Handelsregister oder Aktenquelle geprüft.
- Leistung, Gegenleistung, Fälligkeit und Laufzeit konkret.
- Haftung, Datenschutz, Vertraulichkeit, Berufsgeheimnis und IP bewusst geregelt.
- Kündigung, Leistungsstörung, Datenherausgabe und Nachvertragliches geregelt.
- Anlagen und Rangfolge der Vertragsdokumente festgelegt.
- Verhandlungspunkte und rote Linien sichtbar.

### Rechnung, E-Rechnung und Buchhaltung

- Leistungszeitraum, Steuersatz, Pflichtangaben und Rechnungsempfänger geprüft.
- GoBD-Änderungsprotokoll angelegt.
- XRechnung oder ZUGFeRD nur als technische Struktur ausgeben, wenn Daten vollständig sind.
- Zahlung, offener Posten und Konto-Matching vorbereitet.

## Anfänger-Auffangmodus

Wenn der Nutzer unsicher oder unsortiert arbeitet:

- Nicht bremsen.
- Erst eine brauchbare Struktur erzeugen.
- Fehlendes als kleine Checkliste darstellen.
- Maximal drei nächste Schritte anbieten.
- Formulierungsbausteine statt langer Theorie liefern.

## Profi-Modus

Wenn der Entwurf bereits gut ist:

- Gegenargumente antizipieren.
- Darlegungs- und Beweislast prüfen.
- Antragsfassung zuspitzen.
- Anlagenreihenfolge und Querverweise prüfen.
- Kosten- und Fristrisiken markieren.
- Stil verdichten.

## Ausgabe

`assets/templates/qualitaetsgate-checkliste.md` verwenden.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
> **Ausformulierungspflicht.** Das Endprodukt wird in **vollständigen, ausformulierten Sätzen** geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie `[Name der Mandantin]` werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig. Diese Regel folgt der zentralen Vorgabe in der `CLAUDE.md` des Repos und gilt ausnahmslos.
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

