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name: sanierungsgewinn-stehengelassene-verbindlichkeiten
description: "Stehen gelassene Verbindlichkeiten in der GmbH-Liquidation. Drei-Phasen-Analyse: Passivierung dem Grunde nach (BFH I R 100/10), Passivierung der Hoehe nach (BewG, EStG), Wegfall mit Erloeschen der GmbH (FG Koeln 13 K 3006/11). Abgrenzung zu Forderungsverzicht und Rangruecktritt. Wechselwirkung mi"
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# Sanierungsgewinn — Stehen gelassene Verbindlichkeiten in der GmbH-Liquidation

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: AO §§ 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## Fachlicher Kern — Steuerrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Sanierungsgewinn — Stehen gelassene Verbindlichkeiten in der GmbH-Liquidation` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Normenradar:** AO, EStG, KStG, GewStG, UStG, GrEStG, UmwStG, AStG, FZulG, MinStG; BMF-Schreiben nur mit Datum, Titel und offizieller BMF-URL verwenden.
- **Verifizierte Anker:** BMF-Schreiben vom 15.10.2025 zur obligatorischen E-Rechnung und UStAE-Anpassung; BMF-Seite Forschungszulage mit Hinweis zu Antrags-/Festsetzungslogik und BMF-Schreiben vom 07.02.2023; BMF/BZSt-Datensatzbeschreibung vom 05.08.2025 für Mindeststeuer-Berichte; BMF-Schreiben vom 25.05.2023 zu § 6a GrEStG; BMF-Schreiben vom 02.01.2025/01.08.2025 zum Umwandlungssteuer-Anwendungserlass live prüfen.
- **Arbeitsmodus:** Erst Steuerart, Zeitraum, Verwaltungsstand, Frist/Festsetzung, Zuständigkeit, Form/Portal und Beleglage klären; dann BMF-Verwaltungslinie von BFH-Rechtsprechung und Gesetz trennen.
- **Outputpflicht:** Steuerartenmatrix, BMF-Radar, Einspruchsbaustein, ELSTER-/Portal-To-do, Risikoampel, DBA-/GrESt-/USt-Tabelle oder Mandantenmemo.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Behandelt die in der Beratungspraxis hochkonfliktraechtige Frage:

> **Wie sind Verbindlichkeiten — insbesondere nachrangige Gesellschafterdarlehen — in der Liquidationsbilanz einer GmbH steuerlich zu behandeln, wenn die Gläubigerin sie weder einklagt noch erlaesst, sondern „stehen lässt"?**

Die Frage entscheidet darueber, ob in der Liquidationsphase (und vor allem zum Loeschungszeitpunkt) ein steuerpflichtiger Sanierungsertrag entsteht — und damit über den Erfolg einer Liquidation, in der die GmbH wenig Verlustvortrag, aber hohe Gesellschafterdarlehen hat.

Adressat: Steuerberater und Sanierungsanwaelte, die eine solvente GmbH-Liquidation mit hohem Gesellschafter- oder Drittglaeubiger-Darlehen begleiten.

## 2. Eingaben (Kaltstart-Fragen)

1. **Verbindlichkeit:** Wer ist Gläubiger (Drittglaeubiger, Gesellschafterin, verbundenes Unternehmen)? Nominalbetrag, Faelligkeit, Zinslast?
2. **Vertragliche Lage:** Liegt ein einfacher oder qualifizierter Rangrücktritt vor? Wie ist der Tilgungsvorbehalt formuliert (a) nur aus kuenftigen Gewinnen / Liquidationsueberschuss, b) auch aus sonstigem freien Vermögen)?
3. **Liquidationsstand:** Wann wurde die Aufloesung beschlossen? Wann beginnt das Sperrjahr? Wann ist Loeschung im Handelsregister geplant?
4. **Erfuellungswahrscheinlichkeit:** Wird die Forderung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erfuellt — oder ist eine teilweise Erfuellung aus Liquidationsueberschuss noch denkbar?
5. **Mandantenwunsch:** Will der Gesellschafter ausdruecklich verzichten (§ 397 BGB), oder soll die Forderung bis zum Erloeschen der GmbH passiviert bleiben?
6. **Verlustvortraege:** Bestehen KSt- und GewSt-Verlustvortraege? Wie hoch?
7. **Gestaltungsalternativen:** Liquidation, Insolvenz (auch Eigenverwaltung), Verschmelzung, Hin- und Herzahlen über Einlage § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB?

## 3. Ablauf — Drei-Phasen-Analyse

Die Prüfung erfolgt in drei strikt zu trennenden Phasen.

### Phase 1: Passivierung **dem Grunde nach**

#### 3.1 Maszgeblichkeit und Passivierungsvoraussetzungen

- Steuerliche Gewinnermittlung gem. **§ 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 5 Abs. 1 EStG i.V.m. §§ 246 ff. HGB** (Maszgeblichkeitsprinzip).
- Passivierungspflicht setzt drei Merkmale voraus (staend. Rspr.):
 1. **bestimmter Verpflichtungsinhalt** (rechtlich oder wirtschaftlich entstanden),
 2. **durchsetzbar** (kein faktischer Verzicht),
 3. **wirtschaftliche Belastung** der Schuldnerin.

Maszgebliche Leitentscheidung: **BFH, Urteil v. 30.11.2011 — I R 100/10, DStR 2012, 450.** Dort hat der BFH klargestellt, dass eine Verbindlichkeit nur zu passivieren ist, wenn sie die Schuldnerin auch wirtschaftlich belastet. Allein die rechtliche Existenz reicht nicht; fehlt die wirtschaftliche Belastung, ist die Verbindlichkeit gewinnwirksam aufzuloesen.

#### 3.2 Spezialfall qualifizierter Rangrücktritt

- Bei qualifiziertem Rangrücktritt mit Tilgungsvorbehalt **ausschließlich aus zukuenftigen Gewinnen oder Liquidationsueberschuss**: **§ 5 Abs. 2a EStG** greift, Passivierungsverbot (BFH, Urt. v. 19.08.2020 — XI R 32/18, BStBl. II 2021, 279).
- Bei qualifiziertem Rangrücktritt **mit zusaetzlichem Tilgungsvorbehalt aus sonstigem freien Vermögen**: § 5 Abs. 2a EStG **greift nicht**, Passivierungspflicht bleibt bestehen. Die Tilgung ist denklogisch nicht ausschließlich an die Erzielung zukuenftiger Gewinne gebunden.

Die Gestaltungsleitlinie der Beratungspraxis lautet daher: **„Tilgungsvorbehalt aus freiem Vermögen"** in die Rangruecktrittsvereinbarung aufnehmen, um § 5 Abs. 2a EStG zu vermeiden.

#### 3.3 Liquidationsbeschluss allein kein Verzicht

- **OFD Frankfurt a. M., Rundverfuegung vom 26.07.2021 — S 2743 A-12-St 523, Originalquelle oder frei pruefbare Quelle vor Ausgabe pruefen** und Vorgaengerverfuegung **OFD Frankfurt a. M. vom 03.08.2018 — S 2743 A-12-St 525, DStR 2019, 560**: Der blosse Liquidationsbeschluss ist **kein konkludenter Forderungsverzicht** der Gesellschafter-Gläubigerin.
- Eine vorzeitige gewinnwirksame Ausbuchung der Verbindlichkeit allein aufgrund des Aufloesungsbeschlusses ist daher unzulaessig.

#### 3.4 Zwischenergebnis Phase 1

Solange (i) ein wirksamer schuldrechtlicher Verpflichtungsinhalt besteht, (ii) die Verbindlichkeit nicht ausdruecklich erlassen wurde und (iii) eine wirtschaftliche Belastung nicht endgueltig entfaellt, ist die Verbindlichkeit **passivierungspflichtig**.

### Phase 2: Passivierung **der Höhe nach**

#### 3.5 Bewertungsmaszstab

- Höhe: **Nennwert** für Darlehensschulden (**§ 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG i.V.m. § 12 Abs. 1 BewG**).
- Bei nachrangigen Darlehen erfolgt **keine** Abzinsung wegen Nachrang oder Rangrücktritt — die nachrangige Verbindlichkeit wird grundsätzlich mit dem Nennwert ausgewiesen.
- Eine Abwertung („Teilwert" der Verbindlichkeit unter Nennwert) kommt steuerlich nicht in Betracht — der Steuerpflichtige soll die Verbindlichkeit nicht durch die Hintertuer ausbuchen.

#### 3.6 Streitstand „wirtschaftliche Belastung" in der Liquidation

Die zentrale Streitfrage in der Literatur und vor den Finanzgerichten lautet: **Entfaellt die wirtschaftliche Belastung bereits mit Liquidationsbeschluss, wenn die Aussichten auf Erfuellung gegen Null gehen?**

##### „Herrschende Linie" (gegen gewinnerhoehende Ausbuchung)

- **Bergmann**, Liquidationsbesteuerung von Kapitalgesellschaften, Diss., 2012, S. 145 ff.: Verbindlichkeit bleibt bis zum tatsaechlichen Untergang der Schuldnerin passiviert.
- **Dietrich/Weber**, DStR 2019, 966, 970: Maszgebend ist der rechtliche Bestand der Verbindlichkeit, nicht die Erfuellungswahrscheinlichkeit.
- **Hageboeke**, in: Roedder/Herlinghaus/Neumann, KStG, 1. Aufl. 2015, § 11 Rn. 78.
- **Maschlanka**, in: Heyd/Kautenburger-Behr/Wind, Bilanzierung und Besteuerung in Krise und Insolvenz, 2019, Rn. 1023.
- **Mayer/Betzinger**, DStR 2014, 1573.
- **Micker**, in: Herrmann/Heuer/Raupach, EStG/KStG, § 11 KStG Rn. 44.
- **Stalbold**, in: Gosch, KStG, § 11 Rn. 72.

##### „Gegenposition" (für gewinnerhoehende Ausbuchung)

- **S. Neumann**, in: Blumenberg/Neumann, Ubg 2016, 256, 257 f.: bei aussichtsloser Erfuellung Ausbuchung schon im Liquidationszeitraum geboten.
- **Brinkmann**, StBp 2021, 246, 250: insbesondere abweichend zur OFD-NRW-Auffassung bei Insolvenz, für fruehzeitige Ausbuchung.

##### Verwaltungsauffassung

- **OFD Frankfurt a. M., Rundverfuegung vom 26.07.2021 — S 2743 A-12-St 523, Originalquelle oder frei pruefbare Quelle vor Ausgabe pruefen**, Tz. 1.2 bis 1.4: Verbindlichkeit grundsätzlich passiviert bis Erloeschen; Einzelfallpruefung, ob ausnahmsweise gewinnwirksame Ausbuchung vor Loeschung geboten ist. Vorgaengerverfuegung in **DStR 2019, 560**.
- **OFD Nordrhein-Westfalen, Kurzinformation ESt Nr. 46/2014 (aktualisiert 22.09.2017), DB 2017, 2580**: differenzierende Sichtweise insbesondere für Insolvenz.

##### Rechtsprechung

- **FG Koeln, Urt. v. 06.03.2012 — 13 K 3006/11, GmbHR 2012, 977** (Os. 7): „Die Verbindlichkeit ist bis zum Abschluss der Liquidation, d.h. bis zur Loeschung im Handelsregister als Verbindlichkeit auszuweisen."
- **BFH, Beschl. v. 05.02.2014 — I R 34/12, BFH/NV 2014, 1014** (nachgehend zu FG Koeln 13 K 3006/11), Ls. 3: „Die Rechtsauffassung, in der Liquidationsschlussbilanz sei eine verbliebene Verbindlichkeit gegenueber einem Gesellschafter mangels wirtschaftlicher Belastung nicht zu passivieren, ist nicht evident rechtsfehlerhaft." — Streitstand bewusst offen gelassen.
- **BFH, Urt. v. 16.05.2015 — IX R 28/14, BFH/NV 2015, 1679** (umgekehrter Fall): Forderung der Gesellschaft gegen Gesellschafter bleibt waehrend der Liquidation grundsätzlich bestehen.
- **FG Muenster, Urt. v. 23.07.2020 — 10 K 2222/19, DStRE 2021, 264** (rechtskraeftig): Streitfrage „diskussionswuerdig", im Einzelfall nicht entscheidungserheblich.

#### 3.7 Zwischenergebnis Phase 2

- Solange wirtschaftliche Belastung mehr als nur theoretisch besteht, bleibt die Verbindlichkeit **mit dem Nennwert** passiviert.
- Eine vorzeitige Ausbuchung ist nur in **eng begrenzten Ausnahmefaellen** geboten (Erfuellung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen).
- Die OFD-Frankfurt-Linie und die FG-Koeln-Linie tragen die Passivierung bis Loeschung; das BFH-Beschluss-Az. I R 34/12 sichert sie immerhin als „nicht evident rechtsfehlerhaft" ab.
- **Praxisempfehlung:** Verbindliche Auskunft nach § 89 Abs. 2 AO einholen, um die Auffassung des zuständigen Finanzamts schriftlich abzusichern. Die Gebuehr lohnt sich angesichts des moeglichen Steuerrisikos.

### Phase 3: Wegfall **beim Erloeschen der GmbH**

#### 3.8 Vollbeendigung der GmbH

- Mit Ablauf des Sperrjahres (§ 73 Abs. 1 GmbHG), Gläubigerbefriedigung und Anmeldung der Liquidation beim Registergericht erfolgt die **Loeschung im Handelsregister** (§ 74 GmbHG).
- Mit Loeschung **erlischt** die GmbH als juristische Person; sie endet als Steuersubjekt nach § 1 KStG (Lehre vom Doppeltatbestand — Vermögenslosigkeit und Loeschung).

#### 3.9 Erloeschen der Verbindlichkeit und der Verlustvortraege

- Mit dem Untergang der GmbH erlischt zivilrechtlich auch die Verbindlichkeit (Schuld ohne Schuldner; bei Gesamtrechtsnachfolge: keine; bei reiner Liquidation: schuldnerseitige Vollbeendigung).
- Zugleich erlischt der koerperschaftsteuerliche **Verlustvortrag** der GmbH.

#### 3.10 Der „rechtstheoretische Gewinn" — und seine steuerliche Folgenlosigkeit

Die Kernaussage der FG-Koeln-Linie:

> Mit dem Erloeschen der GmbH erloeschen neben den Verbindlichkeiten auch eventuelle Verlustvortraege. Der dadurch **rechtstheoretisch entstehende Gewinn** ist **mangels Koerperschaftsteuersubjekt** nicht mehr steuerpflichtig.

**FG Koeln, Urt. v. 06.03.2012 — 13 K 3006/11, GmbHR 2012, 977**, Os. 7 (woertlich).

Dies ist die **Schlüsselargumentationsfigur** für die Liquidationspraxis: Wenn die Verbindlichkeit bis zur Loeschung passiviert bleibt und erst mit Loeschung entfaellt, gibt es zum Zeitpunkt des Wegfalls kein Steuersubjekt mehr, dem der Ertrag zugerechnet werden koennte.

#### 3.11 Zivilrechtliche Untermauerung

- **H.-F. Mueller**, in: Muenchener Kommentar GmbHG, 3. Aufl. 2018, § 74 Rz. 34: Verbindlichkeit erlischt mit Vollbeendigung.
- **Haas**, in: Noack/Servatius/Haas, GmbHG, 23. Aufl. 2022, § 71 Rz. 28: Liquidations-Schlussbilanz, Behandlung von Verbindlichkeiten.

#### 3.12 Subjektive Steuerpflicht endet erst mit Vollbeendigung

- Die subjektive Koerperschaftsteuerpflicht endet **erst** mit tatsaechlicher und rechtsgueltiger Beendigung der Liquidation.
- Voraussetzungen: kein verwertbares Vermögen mehr, keine steuerlichen Pflichten mehr zu erfuellen, kein offenes Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren.
- Solange auch nur eine offene Steuerklaerung oder ein offener Streit besteht, bleibt die GmbH Steuersubjekt — und ein etwa entstehender Sanierungsertrag waere zu versteuern.

## 4. Wechselwirkung Loeschungsverfahren

### 4.1 Loeschung im Handelsregister — Voraussetzungen

- **§ 74 GmbHG**: Anmeldung Abschluss der Liquidation, Loeschung der GmbH.
- **Lehre vom Doppeltatbestand**: Eintragung im HR und tatsaechliche Vermögenslosigkeit.
- Literaturlinie: **Baumbach/Hueck-Haas**, GmbHG, 22. Aufl. 2019, § 74 Rz. 2; **MK-H.-F. Mueller**, GmbHG, 3. Aufl. 2018, § 74 Rz. 3; **Henssler/Strohn-Bueteroewe**, Gesellschaftsrecht, 4. Aufl. 2019, § 74 GmbHG Rz. 3; **BeckOK GmbHG — Lorscheider** (Stand 01.05.2020), § 74 Rz. 3; **Wicke**, GmbHG, 4. Aufl. 2020, § 74 Rz. 2; **von Rintelen**, RNotZ 2017, 185 f.; **Freier**, NZG 2020, 812.

### 4.2 Steuererklaerung als Vollzugshindernis

- **OLG Hamm, Beschl. v. 21.05.2021 — 27 W 25/21, FGPrax 2021, 166**: Loeschung erst nach Anmeldung Abschluss Liquidation; offene Steuererklaerung als Hinderungsgrund.
- **OLG Jena, Beschl. v. 20.05.2015 — 6 W 506/14, ZIP 2016, 25**: Aussicht auf Steuerrueckerstattung als Hinderungsgrund.
- **OLG Jena, Beschl. v. 15.05.2019 — 2 W 159/19, NotBZ 2019, 391**: wie OLG Jena 6 W 506/14.
- **OLG Celle, Beschl. v. 17.10.2018 — 9 W 80/18, ZIP 2018, 2222**.
- **KG, Beschl. v. 22.07.2019 — 22 W 29/18, NZG 2019, 1294**.

### 4.3 Wann ist die Loeschung trotzdem möglich?

- **OLG Duesseldorf, Beschl. v. 25.08.2020 — 3 Wx 117/20**: Vollzugsreife bei eingestelltem Geschäftsbetrieb trotz offener Steuernachforderungen.
- **BGH, Beschl. v. 09.11.2021 — II ZB 1/21, DStR 2022, 162**: Vermögenslosigkeit nicht durch theoretische Festsetzungsfrist-Änderung gehindert.

**Praxisleitlinie:** Vor Anmeldung Loeschung mit FA klären, ob offene Steuererklaerungen oder Erstattungsaussichten bestehen. Bei reinen Nachforderungen ohne Erstattungsaussicht in der Regel Eintragung möglich.

## 5. Wechselwirkung Mindestbesteuerung / Definitiveffekt

### 5.1 Problem

Falls die Verbindlichkeit doch vor Loeschung gewinnwirksam ausgebucht wird (etwa aufgrund § 5 Abs. 2a EStG oder Streitfrage Phase 2), entsteht ein Sanierungsertrag. Dieser ist nach § 3a Abs. 3 EStG zwingend mit Verlustvortraegen zu verrechnen — die durch die Mindestbesteuerung (§ 10d EStG, § 8 Abs. 1 KStG) gedeckelt sind.

### 5.2 Definitiveffekt im Liquidationsfall

- **FG Duesseldorf, Urt. v. 18.09.2018 — 6 K 454/15 K, DStRE 2019**: Mindestbesteuerung in der Liquidation kann zu **Definitiveffekt** fuehren, weil im Liquidationsfall keine kuenftigen Gewinne mehr zur Verrechnung anfallen. Revision anhaengig BFH I R 36/18 (ausgesetzt wegen BVerfG 2 BvL 19/14, Vorlage durch BFH I R 59/12).
- **OFD Frankfurt, Verfuegung vom 27.12.2018, Originalquelle oder frei pruefbare Quelle vor Ausgabe pruefen**: Einsprueche zur Mindestbesteuerung sind ruhend zu stellen.

### 5.3 Verfassungsrechtliches Argument (Art. 3 Abs. 1 GG)

- Verluste aus der Vergangenheit sollten in voller Höhe abzugsfaehig sein — anders entstehen unzulaessige Definitiveffekte.
- Konsequenz: Bei Liquidations-Konstellation Einspruch gegen KSt-Festsetzung und Ruhen-Antrag stellen, bis BVerfG 2 BvL 19/14 entschieden ist.

## 6. Gestaltungsalternativen

### 6.1 Liquidation belassen, Verbindlichkeit stehen lassen

- **Vorzug:** Bei sauberem Tilgungsvorbehalt aus freiem Vermögen kein § 5 Abs. 2a EStG; bei Erloeschen kein Steuersubjekt mehr (FG Koeln 13 K 3006/11).
- **Risiko:** FA kann die Auffassung vertreten, die Verbindlichkeit sei schon vor Loeschung auszubuchen. Sicherung: **Verbindliche Auskunft § 89 AO**.

### 6.2 Insolvenz (auch Eigenverwaltung § 270 InsO)

- In der Insolvenz ist der Forderungsverzicht durch Insolvenzplan regelmaessig der ausloesende Tatbestand für den Sanierungsertrag — dann greift § 3a EStG voll (sofern Sanierungseignung gegeben).
- Eigenverwaltung erlaubt strukturierten Forderungsverzicht ohne Insolvenzverwalterhaftung.

### 6.3 Verschmelzung mit Konfusion

- **Up-stream, down-stream, side-stream**: Bei Verschmelzung mit der Gesellschafter-Gläubigerin entstehen Forderung und Schuld bei einer Person — Konfusion.
- **Verlustvortrag des uebertragenden Rechtstraegers geht NICHT über** (§ 12 Abs. 3 Hs. 2 i.V.m. § 4 Abs. 2 Satz 2 UmwStG).
- **§ 8c KStG-Risiko**, ggf. § 8c Abs. 4 / § 8d KStG-Klauseln prüfen.
- **§ 42 AO**: kein Gestaltungsmissbrauch bei Gewinn-auf-Verlust-Verschmelzung im Rueckwirkungszeitraum (alte Rechtslage Streitjahr 2008): **BFH, Urt. v. 17.11.2020 — I R 2/18, BStBl. II 2021, 580.** Für Umwandlungen ab 06.06.2013 gilt aber **§ 2 Abs. 4 Saetze 3 ff. UmwStG**.

### 6.4 Hin- und Herzahlen / Einlage in freie Kapitalruecklage

- **§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB** Einlage in freie Kapitalruecklage durch Gesellschafterin, anschliessend Tilgung des Darlehens aus den Mitteln.
- Hochrisiko: **§ 42 AO Gestaltungsmissbrauch**.
- **FG Duesseldorf, Urt. v. 22.12.2021 — 7 K 101/18 K,G,F**: § 42 AO bei „Hin- und Herbuchen" zwecks Tilgung Gesellschafterdarlehen; Revision anhaengig **BFH I R 11/22.**

## 7. Quellenpflicht

Verweis auf [`references/zitierweise.md`](../../../references/zitierweise.md). Jede juristische Aussage ist mit Az., Datum, Fundstelle und Rn. zu belegen. Reihenfolge: Rspr. vor Lit., neueste zuerst.

## 8. Ausgabeformat

### 8.1 Memo „Stehen gelassene Verbindlichkeit — Phase 1-3"

```
MEMO — Stehen gelassene Verbindlichkeit in der Liquidation
Mandantin: [Schuldnerin GmbH i.L.]
Glaeubigerin: [Name]
Betrag: EUR [Nominale]
Stichtag: [Datum]

I. Phase 1 — Passivierung dem Grunde nach
 1. Verpflichtungsinhalt: [ja/nein]
 2. Durchsetzbarkeit: [ja/nein]
 3. Wirtschaftliche Belastung: [BFH I R 100/10]
 4. § 5 Abs. 2a EStG: [greift/greift nicht — Begruendung]
 Zwischenergebnis: [passivierungspflichtig/nicht]

II. Phase 2 — Hoehe
 1. Nennwert nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG / § 12 Abs. 1 BewG
 2. Streitstand wirtschaftliche Belastung in Liquidation
 3. Heranziehung FG Koeln 13 K 3006/11 / BFH I R 34/12
 Zwischenergebnis: [Hoehe der Passivierung]

III. Phase 3 — Wegfall mit Erloeschen
 1. Loeschungsfahigkeit (§ 74 GmbHG)
 2. Rechtstheoretischer Gewinn
 3. Steuersubjektivitaet im Loeschungszeitpunkt
 Ergebnis: [steuerpflichtig ja/nein]

IV. Empfehlung
 - Verbindliche Auskunft § 89 AO
 - Wortlautpruefung Rangruecktritt
 - Loeschungsverfahren mit FA abstimmen
 - Mindestbesteuerung / Definitiveffekt — Einspruch ruhend
```

### 8.2 Verbindliche Auskunft § 89 AO — Antragsskizze

```
ANTRAG AUF VERBINDLICHE AUSKUNFT GEMAESS § 89 ABS. 2 AO

Antragstellerin: [Schuldnerin GmbH i.L.]
Steuer-Nr.: [...]
An: Finanzamt [...]

Sachverhalt:
[Schilderung Aufloesung, Verbindlichkeit, Rangruecktritt]

Steuerliche Fragen:
1. Ist das Gesellschafterdarlehen i.H.v. EUR [...] in der
 Liquidationsbilanz zum [Stichtag] weiterhin zu passivieren?
2. Falls ja: Bleibt die Passivierung bis zum Loeschungs-
 zeitpunkt im Handelsregister bestehen?
3. Falls die Verbindlichkeit mit Loeschung untergeht: Ist
 der dadurch rechtstheoretisch entstehende Gewinn mangels
 Koerperschaftsteuersubjekt nicht festsetzbar?
4. Falls Hilfsweise vor Loeschung Sanierungsertrag entsteht:
 Greift § 3a EStG (Sanierungseignung) — oder ist die
 Liquidation kein Sanierungsfall?

Rechtsauffassung der Antragstellerin:
 - § 5 Abs. 2a EStG nicht einschlaegig (Tilgungsvorbehalt
 aus freiem Vermoegen) — BFH XI R 32/18.
 - Passivierungspflicht bis Loeschung — FG Koeln 13 K 3006/11
 (vorgehend zu BFH I R 34/12).
 - OFD Frankfurt 26.07.2021 — S 2743 A-12-St 523.
 - Bei Loeschung: Steuerausfall mangels Subjekt.

Anlagen:
 - Aufloesungsbeschluss
 - Liquidations-Eroeffnungsbilanz
 - Rangruecktrittsvereinbarung
 - Glaeubigerliste
 - Steuerbescheide letzte drei Jahre
```

## 9. Beispiele aus der Praxis

### Beispiel 1: Strassburger Handelshof GmbH i.L. (solvente Liquidation)

- Gesellschafterdarlehen 2,4 Mio EUR, qualifizierter Rangrücktritt mit Tilgungsvorbehalt auch aus freiem Vermögen.
- Liquidationsbeschluss 15.04.2026; Bekanntmachung 28.04.2026; Sperrjahr bis fruehestens 28.04.2027.
- **Phase 1:** Verbindlichkeit passivierungspflichtig (§ 5 Abs. 2a EStG nicht einschlaegig).
- **Phase 2:** Nennwert 2,4 Mio EUR; FG-Koeln-Linie traegt Passivierung bis Loeschung.
- **Phase 3:** Mit Loeschung Wegfall; Gewinn mangels Subjekt nicht festsetzbar.
- **Empfehlung:** Verbindliche Auskunft FA Berlin-Charlottenburg, Wortlautpruefung Rangrücktritt, Loeschungsverfahren mit FA abstimmen.

### Beispiel 2: Insolvenzplan-Fall (Grossbach Druckguss)

- Hier ist der Forderungsverzicht im Plan der ausloesende Tatbestand; der Sanierungsertrag entsteht **vor** Loeschung und ist § 3a EStG-faehig.
- Stehen gelassene Verbindlichkeit als „Plan B" (falls Plan scheitert und Liquidation in Aussicht).

### Beispiel 3: Verschmelzung statt Liquidation

- Gesellschafterin verschmilzt mit Tochter — Konfusion.
- Verlustvortrag geht **nicht** über; § 8c KStG-Risiko zu prüfen.
- § 42 AO grundsätzlich nicht einschlaegig (BFH I R 2/18) — aber § 2 Abs. 4 UmwStG für Umwandlungen ab 06.06.2013 beachten.

## 10. Typische Fehler

1. **§ 5 Abs. 2a EStG uebersehen** — Rangrücktritt nur „Tilgung aus zukuenftigen Gewinnen" formuliert: zwingt zur Ausbuchung vor Loeschung, Sanierungsertrag steuerpflichtig (sofern § 3a EStG nicht greift).
2. **Liquidationsbeschluss als Verzicht behandelt** — OFD-Frankfurt-Linie ignoriert; FA bucht Verbindlichkeit aus, Ertrag entsteht; Berater haftet.
3. **Verbindliche Auskunft nicht eingeholt** — bei sechsstelliger Steuerlast lohnt sich die § 89-AO-Gebuehr immer.
4. **Loeschung beantragt mit offener Steuererklaerung** — Registergericht haelt zurueck (OLG Jena, OLG Hamm); Mandant verliert Zeit.
5. **Mindestbesteuerungs-Einspruch unterlassen** — Definitiveffekt unerklaert; Verlustvortraege verfallen ungenutzt.
6. **Verschmelzungsweg ohne § 8c-Prüfung** — Verlustvortrag faellt weg, Konfusionsgewinn entsteht voll steuerpflichtig.
7. **„Hin- und Herzahlen" ohne Prufung § 42 AO** — FG Duesseldorf 7 K 101/18 F sieht Gestaltungsmissbrauch; Revision BFH I R 11/22.

## 11. Querverweise

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## 12. Quellenverzeichnis (Stand 06/2026)

### Rechtsprechung

- **BFH, Urt. v. 19.08.2020 — XI R 32/18, BStBl. II 2021, 279** — § 5 Abs. 2a EStG bei Rangrücktritt.
- **BFH, Urt. v. 30.11.2011 — I R 100/10, DStR 2012, 450** — Passivierung nur bei wirtschaftlicher Belastung.
- **BFH, Beschl. v. 05.02.2014 — I R 34/12, BFH/NV 2014, 1014** — nachgehend zu FG Koeln 13 K 3006/11, Streitstand nicht evident rechtsfehlerhaft.
- **BFH, Urt. v. 16.05.2015 — IX R 28/14, BFH/NV 2015, 1679** — umgekehrter Fall: Forderung Gesellschaft gegen Gesellschafter.
- **BFH, Urt. v. 17.11.2020 — I R 2/18, BStBl. II 2021, 580** — kein § 42 AO bei Gewinn-auf-Verlust-Verschmelzung im Rueckwirkungszeitraum.
- **FG Koeln, Urt. v. 06.03.2012 — 13 K 3006/11, GmbHR 2012, 977** — Liquidations-Kernentscheidung Os. 7.
- **FG Muenster, Urt. v. 23.07.2020 — 10 K 2222/19, DStRE 2021, 264** — rechtskraeftig.
- **FG Duesseldorf, Urt. v. 18.09.2018 — 6 K 454/15 K, DStRE 2019** — Mindestbesteuerung und Definitiveffekt; Rev. anh. BFH I R 36/18.
- **FG Duesseldorf, Urt. v. 22.12.2021 — 7 K 101/18 K,G,F** — § 42 AO bei Hin- und Herbuchen; Rev. anh. BFH I R 11/22.
- **OLG Hamm, Beschl. v. 21.05.2021 — 27 W 25/21, FGPrax 2021, 166**.
- **OLG Duesseldorf, Beschl. v. 25.08.2020 — 3 Wx 117/20**.
- **BGH, Beschl. v. 09.11.2021 — II ZB 1/21, DStR 2022, 162**.
- **OLG Jena, Beschl. v. 20.05.2015 — 6 W 506/14, ZIP 2016, 25**.
- **OLG Jena, Beschl. v. 15.05.2019 — 2 W 159/19, NotBZ 2019, 391**.
- **OLG Celle, Beschl. v. 17.10.2018 — 9 W 80/18, ZIP 2018, 2222**.
- **KG, Beschl. v. 22.07.2019 — 22 W 29/18, NZG 2019, 1294**.

### Verwaltungsauffassung

- **OFD Frankfurt a. M., Rundverfuegung v. 26.07.2021 — S 2743 A-12-St 523, Originalquelle oder frei pruefbare Quelle vor Ausgabe pruefen** (Tz. 1.2-1.4).
- **OFD Frankfurt a. M., Rundverfuegung v. 03.08.2018 — S 2743 A-12-St 525, DStR 2019, 560**.
- **OFD Nordrhein-Westfalen, Kurzinformation Einkommensteuer Nr. 46/2014, aktualisiert 22.09.2017, DB 2017, 2580**.
- **OFD Frankfurt v. 27.12.2018, Originalquelle oder frei pruefbare Quelle vor Ausgabe pruefen** — Mindestbesteuerung, Einsprueche ruhend stellen.

### Literatur (gegen gewinnerhoehende Ausbuchung)

- Bergmann, Liquidationsbesteuerung von Kapitalgesellschaften, Diss., 2012, S. 145 ff.
- Dietrich/Weber, DStR 2019, 966, 970.
- Hageboeke, in: Roedder/Herlinghaus/Neumann, KStG, 1. Aufl. 2015, § 11 Rn. 78.
- Maschlanka, in: Heyd/Kautenburger-Behr/Wind, Bilanzierung und Besteuerung in Krise und Insolvenz, 2019, Rn. 1023.
- Mayer/Betzinger, DStR 2014, 1573.
- Micker, in: Herrmann/Heuer/Raupach, EStG/KStG, § 11 KStG Rn. 44.
- Stalbold, in: Gosch, KStG, § 11 Rn. 72.
- H.-F. Mueller, in: Muenchener Kommentar GmbHG, 3. Aufl. 2018, § 74 Rz. 34.
- Haas, in: Noack/Servatius/Haas, GmbHG, 23. Aufl. 2022, § 71 Rz. 28.

### Literatur (Gegenposition)

- S. Neumann, in: Blumenberg/Neumann, Ubg 2016, 256, 257 f.
- Brinkmann, StBp 2021, 246, 250.

### Literatur Loeschung

- Baumbach/Hueck-Haas, GmbHG, 22. Aufl. 2019, § 74 Rz. 2.
- MK-H.-F. Mueller, GmbHG, 3. Aufl. 2018, § 74 Rz. 3.
- Henssler/Strohn-Bueteroewe, Gesellschaftsrecht, 4. Aufl. 2019, § 74 GmbHG Rz. 3.
- BeckOK GmbHG — Lorscheider (Stand 01.05.2020), § 74 Rz. 3.
- Wicke, GmbHG, 4. Aufl. 2020, § 74 Rz. 2.
- von Rintelen, RNotZ 2017, 185 f.
- Freier, NZG 2020, 812.

### Normen

- § 5 Abs. 1, Abs. 2a EStG.
- § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG; § 12 Abs. 1 BewG.
- § 3a EStG; § 3c Abs. 4 EStG.
- § 8 Abs. 1 KStG; § 11 KStG; § 1 KStG.
- §§ 60, 65, 66, 71, 73, 74 GmbHG.
- § 397 BGB; § 19, § 39 InsO.
- § 89 AO; § 42 AO.
- § 12 Abs. 3, § 4 Abs. 2 Satz 2 UmwStG; § 2 Abs. 4 UmwStG.
- § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
