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name: satzung-entwerfen
title: Satzung schnell und sauber entwerfen
description: Erstellt eine vollständige individuelle UG- oder GmbH-Satzung aus Gründer-, Kapital- und Governance-Daten. Klärt entscheidende Lücken gezielt und stimmt den Entwurf mit der Gesellschaftervereinbarung ab.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/startup-gruender/skills/satzung-entwerfen
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: corporate
language: de
sources:
- title: Zitierweise
  path: references/zitierweise.md
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# Satzung schnell und sauber entwerfen

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Liefere eine konkrete, vollständig ausformulierte Satzung für die beauftragte UG oder GmbH. Arbeite aus den vorhandenen Daten direkt am Entwurf; Rechtsformvortrag, Klauselübersicht und Fragebogen ersetzen ihn nicht. Unterscheide einen ersten prüfbaren Entwurf von einer bereits beurkundeten Fassung.

## 2. Eingaben

Benötigt werden Firma, Sitz, Geschäftsanschrift für den Vollzug, Unternehmensgegenstand, Stammkapital, Gesellschafter mit übernommenen Anteilen und Einlageart sowie die gewollte Grundstruktur von Vertretung und Mehrheiten. Nutze vorhandene Wünsche zu Beirat, Übertragungen, Einziehung, Ausscheiden, Geschäftsjahr, Gründungskosten und zusätzlicher Finanzierung. Frage nur nach entscheidenden fehlenden Parametern; markiere noch unbekannte Identitätsdetails sichtbar.

## 3. Ablauf und Checkliste

### 3.1. Satzungstyp und Pflichtinhalt festlegen

Prüfe die Voraussetzungen des Musterprotokolls; bei sieben Gründern ist eine individuelle Satzung erforderlich. Formuliere Firma und hinreichend bestimmten Gegenstand passend zum tatsächlichen Vorhaben. Eine Zweckbeschreibung ist keine Produkt- oder Betriebserlaubnis. Prüfe Stammkapital, volle Euro-Nennbeträge, Summe und Einlagepflichten. Zusätzliche gesellschaftsrechtliche Leistungspflichten sind nach § 3 Abs. 2 GmbHG zu verorten; nicht sämtliche Verpflichtungen unbesehen ins SHA auslagern.

### 3.2. Funktionsfähige Organisationsregeln entwerfen

Regle Vertretung, gegebenenfalls Befreiung von § 181 BGB, Einberufung, Beschlussfassung, Versammlungsform, Mehrheit und Protokollierung. Stelle Beschlussfähigkeit, Mehrheit der abgegebenen Stimmen und Zustimmung bestimmter Beteiligter klar getrennt dar. Für Satzungsänderungen beachte die gesetzliche Mindestmehrheit und weitere notwendige Zustimmungen. Schreibe nicht pauschal „alles mit 75 %“, wenn laufende Entscheidungen und wesentliche Eingriffe verschieden behandelt werden sollen.

### 3.3. Schutz- und Übertragungsregeln konkret gestalten

Formuliere Vinkulierung, Vorerwerb, Erbfall, Einziehung oder Ausschluss nur soweit beauftragt und im Gesamtmodell sinnvoll. Bestimme Auslöser, Verfahren, Zuständigkeit, Bewertungsstichtag, Abfindung und Zahlungsbedingungen so, dass sie tatsächlich funktionieren. Prüfe Kapitalerhaltung, Minderheiten- und Informationsrechte. Automatischer Anteilsverlust ohne tragfähige Grundlage oder Totalentzug der Abfindung ist kein Standardbaustein.

### 3.4. Satzung und SHA abstimmen

Verorte korporative Rechte in der Satzung und ergänzende schuldrechtliche Pflichten im SHA. Prüfe Überschneidungen und Änderungsvoraussetzungen; ein SHA setzt die Satzung nicht allein durch seine Rangfolgeklausel außer Kraft. Bei Beirat ordne verbindliche Kompetenzen sauber zu und vermeide parallel widersprechende Zuständigkeiten. Bei zweisprachigem Auftrag liefere inhaltlich deckungsgleiche Fassungen mit erklärten Begriffen und bewusst gewählter maßgeblicher Sprache.

### 3.5. Vollständigen Stand übergeben

Prüfe definierte Begriffe, Querverweise, Anteilsdaten, Gründungskostenregelung und Registertauglichkeit. Nenne nicht erledigte Form- oder Namensprüfungen im getrennten Vermerk. Liefere den Entwurf mit einer kurzen konkreten Entscheidungsliste; überarbeite ihn nach Antworten unmittelbar. Erzeuge keine vermeintliche notarielle Ausfertigung oder Beglaubigung.

## 4. Quellenpflicht

Lies [Gesellschaftsrecht](../../references/gesellschaftsrecht.md), N01/N02/N04/N08/N11–N19 und SG03/SG06. Für aktuelle Anforderungen an Register, Vollmacht und Videobeurkundung nutze [Status, Register und Produkt](../../references/status-register-produkt.md). Prüfe den konkreten Umfang notarieller Form; kein Entwurf ersetzt die gesetzliche Beurkundung.

Beachte [references/zitierweise.md](../../references/zitierweise.md). Verifiziere tragende Aussagen am für den Fall maßgeblichen Rechtsstand und an amtlichen Primärquellen. Zitiere Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tatsächlich gelesene Randnummer beziehungsweise Seite; erfinde keine Fundstelle. Der Quellenstand der Referenzen ist der 28.09.2026. Bei späterer Bearbeitung prüfe Änderungen; bei fehlendem Livezugriff kennzeichne genau die ungeprüfte Rechtsfrage und bearbeite die übrigen Teile weiter. Quellen- und Prüfvermerke bleiben außerhalb des unterschriftsreifen Vertragstexts.

## 5. Ausgabeformat

Gib die vollständige Satzung mit sauberer Überschrift, Parteien-/Anteilszuordnung und allen für den gewählten Aufbau erforderlichen Regelungen aus. Ein offener Parameter steht als klarer Platzhalter in einem vollständigen Satz. Eine separate Notiz enthält Varianten und Prüfhinweise; sie steht nicht im späteren Urkundentext.

Das Endprodukt wird vollständig ausformuliert und in grammatikalisch vollständigen Sätzen geliefert. Klauselskelette, Halbsätze und reine Aufzählungsgerüste ersetzen keinen Vertrag oder Vermerk; bei Skelettcharakter arbeite das Ergebnis vor Übergabe neu aus. Tabellen dürfen Berechnungen, Zuständigkeiten und Vergleiche übersichtlich darstellen. Verwende für formatierte Dokumente, soweit technisch möglich, Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung mit Leerzeilen. Bei Markdown oder Chat steht der Exporthinweis getrennt vom Empfängerdokument. Liefere tatsächliche Dateilinks, wenn Dateien erzeugt wurden; behaupte keine nicht erzeugte Datei, Beurkundung, Anmeldung oder Behördenentscheidung.

## 6. Beispiele

Der Nutzer nennt sieben Gründer, 25.000 EUR und zwei Geschäftsführer und verlangt schnell eine Satzung. Erstelle sie vollständig. Frage nur nach noch entscheidenden Gegenstands-, Vertretungs- oder Mehrheitspunkten und liefere die davon unabhängigen Regelungen bereits ausformuliert.
