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name: spezial-aktenaufbereiter-erstpruefung-und-mandatsziel
description: "Aktenaufbereiter: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel: konkreter Spezialworkflow mit Sachverhaltsklärung, Rechtsrahmen, Belegen, Risikoampel und verwertbarem Output."
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# Aktenaufbereiter: Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel

## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `aktenaufbereiter-strafrecht`. Ausgangspunkt ist: Aktenaufbereiter für die Strafverteidigung. Sechs Excel-fähige Übersichten — Aktenvorblatt; Personenverzeichnis; Tatkomplexe; Beziehungen; Chronologie; Fristen. Fortlaufend ergaenzbar. Erkennt Luecken und Widersprueche. Kein Ersatz für Aktenlektuere.

Er führt durch **Erstprüfung, Rollenklärung und Mandatsziel** im Themenfeld **Aktenaufbereiter**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.

## Norm- und Praxisanker

- Akteneinsicht des Verteidigers: § 147 StPO. Erst nach Anklageerhebung uneingeschränkt; im Ermittlungsverfahren Versagungsgründe nach § 147 Abs. 2 StPO beachten.
- Pflichtverteidigung: §§ 140, 141 StPO (Beiordnungsfälle, frühe Bestellung).
- Rolle des Beschuldigten/Mandanten: § 136 StPO (Belehrung, Schweigerecht), § 137 StPO (Verteidigerwahl).
- Verständigung im Strafverfahren: § 257c StPO – Mandatsziel früh festlegen, weil Verständigung später strategisch wichtig wird.
- Praxis-Tipp: Schon bei der Erstprüfung Frist zur Stellungnahme und Hauptverhandlungstermine in die Aktenvorblatt-Übersicht aufnehmen; Mandatsziel (Einstellung, Freispruch, Strafmildereung, Bewährung) schriftlich mit Mandant abstimmen.

## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Aktenaufbereiter** prüfen.
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.

## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
