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name: spezial-ampel-zahlen-schwellen-und-berechnung
description: "Ampel: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung: konkreter Spezialworkflow mit Sachverhaltsklärung, Rechtsrahmen, Belegen, Risikoampel und verwertbarem Output."
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# Ampel: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung

## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `liquiditaetsplanung`. Ausgangspunkt ist: Liquiditaetsplanung nach deutschem Recht: 3-Wochen-Vorschau, 13/26/52-Wochen-Forecast, Excel-Export, Quote/Luecken-Ampel, Dokumentationspaket und Schnittstellen zu Fortbestehensprognose und Insolvenzrecht. Rechtsprechung nur nach Live-Verifikation.

Er führt durch **Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung** im Themenfeld **Ampel**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.

## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Ampel** prüfen.
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.

## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.

## Berechnungsschemata Liquiditätsstatus / -planung

### Liquiditätsstatus zum Stichtag (§ 17 InsO)
| Position | Anmerkung |
|---|---|
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Tagesgeld) | Saldo zum Stichtag |
| + Innerhalb 3 Wochen eingehende Forderungen | OPOS Debitoren mit Fälligkeit |
| + Frei verfügbare Kreditlinien | nur ungekündigt und nicht ausgeschöpft |
| **= Aktiva I** | „Verfügbare Mittel" |
| Fällige Verbindlichkeiten zum Stichtag | OPOS Kreditoren |
| + Innerhalb 3 Wochen fällig (Lohn, USt, KSt, SV) | streng |
| **= Passiva I** | „Fällige Verbindlichkeiten" |
| **Liquiditätslücke = P1 − A1** | wenn ≥ 10 Prozent und 3 Wochen: § 17 InsO |

### 13-Wochen-Liquidität (operativ Krisensteuerung)
- Granularität: wöchentlich.
- Cash-Inflows: Debitoren-Eingänge (Aging), Vorauszahlungen, Erstattungen.
- Cash-Outflows: Lohn/Gehalt mit Auszahlungstag, Lohnsteuer/SV-Abgaben (§ 266a StGB nicht stunden), USt-Vorauszahlung, Miete, Tilgung/Zinsen, Lieferanten nach Fälligkeit, sonstige Betriebsausgaben.
- Endbestand pro Woche: Anfang + Inflow − Outflow.

### 24-Monats-Liquiditätsplan (§ 18 InsO und § 1 StaRUG)
- Granularität: monatlich, integriert mit GuV-Forecast und Bilanzplanung.
- Sensitivität: Base/Best/Worst.

## Schwellenwerte und Ampel

- **GRÜN:** Liquiditätsdeckung > 110 Prozent in jeder Periode des 24-Monats-Horizonts; 13-Wochen-Cash-Reichweite > 6 Wochen Puffer.
- **GELB:** Liquiditätsdeckung 100–110 Prozent oder Worst-Case unter 100 Prozent — Frühwarnpflicht § 1 StaRUG, Maßnahmenplan.
- **ROT:**
  - Liquiditätslücke ≥ 10 Prozent über 3 Wochen → § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit, Antragsfrist § 15a InsO.
  - 24-Monats-Plan zeigt Lücke → § 18 InsO drohende ZU, StaRUG-Tor offen.

## Berechnungs-Plausibilitäten
- Anfangsbestand Periode n+1 = Endbestand Periode n (Saldenkonsistenz).
- Working Capital (Debitoren/Kreditoren/Vorräte) realistisch zur Vergangenheit (DSO, DPO, DIO)?
- Kreditlinien-Inanspruchnahme realistisch? Kündigungsrisiko bei Krise eingerechnet?
- Steuern und SV: keine Stundungen ohne schriftliche Zusage Finanzamt / SV-Träger einplanen.

## Anti-Halluzinations-Hinweis
- 10-Prozent / 3-Wochen-Schwelle ist BGH-Linie zu § 17 InsO — keine erfundenen Az.
- Prognosezeitraum § 18 InsO: **24 Monate**; § 19 InsO Fortbestehensprognose: **12 Monate**.
