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name: spezial-deutscher-tatbestand-beweis-und-belege
description: "Deutscher: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage: konkreter Spezialworkflow mit Sachverhaltsklärung, Rechtsrahmen, Belegen, Risikoampel und verwertbarem Output."
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# Deutscher: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage

## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `arbeitszeugnis-analyse`. Ausgangspunkt ist: Analyse deutscher Arbeitszeugnisse nach Ampelsystem (Rot/Orange/Grün). Geheimcodes, Schaufenster-Drift, negative Codeworte, Steigerungsadverbien. Satzweise Notenmatrix, begründete Gesamtnotenspanne. Vollständiger Mandatsablauf: Erstgespräch, Mandantenbericht, Aufforderungsschreiben, Klagestrategie.

Er führt durch **Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen und Beleglage** im Themenfeld **Deutscher**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.

## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Tatbestand § 109 GewO:** Anspruchsvoraussetzungen Arbeitsverhältnis, Beendigung oder berechtigtes Interesse (Zwischenzeugnis), Wahlrecht einfach/qualifiziert. Pflichtinhalt qualifiziertes Zeugnis: Art und Dauer der Tätigkeit, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung.
3. **Beweislastverteilung (BAG ständige Rechtsprechung):** Note "befriedigend" (3) ist Mittelmaß; bessere Note muss Arbeitnehmer darlegen und beweisen, schlechtere Note der Arbeitgeber. Beweislastregel ändert sich nicht durch Branchen-Durchschnittsnote oberhalb von 3.
4. **Belege sammeln:** Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungen, Bonusabrechnungen, schriftliches Lob (E-Mail, Karte), Beförderungen, Auszeichnungen, Kundenstimmen, Beurteilungen Dritter (Vorgesetzte, Projektleiter). Negativbelege: Abmahnungen, Krankenstand, Versetzungen, Konfliktdokumentation.
5. **Anschluss:** Aufforderungsschreiben mit Beleg-Anhang, dann Klage; alternativ Vergleich mit Notenkompromiss und Standard-Schlussformel.

## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
