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name: spezial-finanzplan-mandantenkommunikation-entscheidungsvorlage
description: "Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage: konkreter Spezialworkflow mit Sachverhaltsklärung, Rechtsrahmen, Belegen, Risikoampel und verwertbarem Output."
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# Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage

## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `dfg-foerderantrag`. Ausgangspunkt ist: DFG-Förderantragssteller für Sachbeihilfe, adaptive Anfänger-/Profi-Führung, kleine schnelle Anträge, große Koselleck-Strategien, elan-Formalia, Finanzplan, Reviewer-Red-Team, Forschungsdaten, KI-/Ethik-Check und Wiedereinreichung.

Er führt durch **Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage** im Themenfeld **Finanzplan**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.

## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **Rechtsrahmen setzen:** Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld **Finanzplan** prüfen.
3. **Prüfpunkte abarbeiten:** Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
4. **Risiko bewerten:** Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
5. **Anschluss bauen:** Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.

## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.

## DFG-Finanzplan: Strukturpositionen (Verwendungsrichtlinien vor Ausgabe live verifizieren)

| Position | Hinweis |
|---|---|
| Personalmittel - Postdoc / wiss. MA | Pauschalsätze nach DFG-Tabelle (vor Ausgabe verifizieren) |
| Personalmittel - Promovierende | 65 %- oder 75 %-Pauschale typisch nach Disziplin |
| Studentische Hilfskräfte (SHK) | Stunden- oder Monatspauschale |
| Sachmittel | Verbrauchsmittel, Reagenzien, Materialien |
| Reisemittel | Konferenzen, Feldforschung, Kollaborationsbesuche |
| Geräte > 10.000 EUR netto | Einzelbegründung mit Marktvergleich, Angeboten |
| Publikationskosten | Open Access Publikationskostenpauschale |
| Programmpauschale | 22 % auf direkte Mittel (für Universitäten, vor Ausgabe verifizieren) |

## Norm-/Quellenbezug konkret

- DFG-Verwendungsrichtlinien Allgemeine Bedingungen für Sachbeihilfen (DFG-Vordruck 2.00 oder Folgevordruck).
- BHO § 44 / Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen (ANBest-P) - regelmäßig nicht direkt, sondern modifiziert durch DFG-Verwendungsrichtlinien.
- TVöD-Bund / TV-L als Personalkostengrundlage (Pauschalsätze nach DFG).

## Praktischer Tipp

- **Personalmittelpauschale** abrufen statt selbst rechnen; DFG akzeptiert die eigenen Tabellenwerte. Eigene Berechnungen führen häufig zu Rückfragen.
- **Programmpauschale**: nur bei Universitäten und vergleichbaren Einrichtungen, nicht bei reinen Forschungsinstituten (variiert). 22 % auf direkte Mittel ist regelmäßig pauschaler Aufschlag; die Einrichtung erhält ihn nicht zur Verfügung der Forschungsperson, sondern zur Deckung von Overhead.
- **Geräte > 10.000 EUR**: Einzelbegründung muss enthalten: technische Anforderung, drei (Vergleichs-)Angebote, Mitnutzung anderer Forschender, Aufstellungsort, Wartung.

## Trade-off: Vollzeit-Postdoc vs. zwei Promovierende

| Pfad | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| 1 x 100 % Postdoc | hohe Expertise, schnelle Ergebnisse | hohe Kosten, abhängig von einer Person |
| 2 x 65 % Promovierende | Nachwuchsförderung, Risikodiversifikation | längere Einarbeitungszeit, weniger Output |
| Mix (1 Postdoc + 1 Promovierende) | Skalierung, Mentoring | komplexere Personalführung |

Empfehlung: Vom Projektprofil abhängig - methodisch anspruchsvolle Pilotprojekte eher Postdoc; thematisch breite, mehrjährige Forschungsfragen eher mehrere Promovierende.

## Beispiel-Mustertext (Geräte-Einzelbegründung)

> Für die Durchführung des Vorhabens wird ein [Gerätetyp, Modell] mit einem Anschaffungswert von EUR [...] netto benötigt. Das Gerät dient [konkreter Methodenschritt, z. B. "der Quantifizierung von X-Konzentrationen im Bereich Y nmol/L"]. Eine Nutzung vorhandener Geräte der Einrichtung ist nicht möglich, weil [konkrete technische Begründung]. Drei Vergleichsangebote (Anlage [n], [n+1], [n+2]) wurden eingeholt; gewählt wird das Angebot der Firma [...] aufgrund [Spezifikation, Preis-Leistung]. Das Gerät wird in [Räumlichkeit] aufgestellt und steht nach Projektende weiteren Nutzern der Einrichtung zur Verfügung.

## Typische Fehler

- Personalmittel zu konkret beziffert ("Postdoc Frau X, TV-L E 13"), statt die DFG-Pauschalen zu nutzen - bei Mitarbeiter-Wechsel Anpassungsbedarf.
- Geräteanschaffung ohne Verfügbarkeitsprüfung vorhandener Geräte; Reviewer schlagen "Mitnutzung" vor und kürzen.
- Programmpauschale fehlt oder ist falsch berechnet.
