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name: spezial-partg-dokumentenmatrix-und-lueckenliste
description: "PartG: Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung: konkreter Spezialworkflow mit Sachverhaltsklärung, Rechtsrahmen, Belegen, Risikoampel und verwertbarem Output."
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# PartG: Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung

## Aufgabe
Dieser Skill ist ein konkreter Fachbaustein für `gesellschaftsgruender`. Ausgangspunkt ist: Gründungsassistent deutsche Gesellschaften (GmbH UG GbR OHG KG GmbH und Co KG PartG mbB gGmbH). Von Rechtsformwahl über Gesellschaftsvertrag und Geschäftsführervertrag bis Notar Handelsregister Gewerbeamt Finanzamt Transparenzregister. MoPeG DiRUG GwG. Kein Ersatz für Anwaltsberatung.

Er führt durch **Dokumentenmatrix, Lückenliste und Nachforderung** im Themenfeld **PartG**. Ziel ist nicht ein abstrakter Lexikontext, sondern ein belastbares Arbeitsprodukt für die nächste anwaltliche, behördliche, gerichtliche, organisatorische oder mandantenbezogene Entscheidung.

## Kaltstart
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:

1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
4. Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
5. Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?

## Pflichtdokumente PartG / PartG mbB

| Dokument | Norm | Inhalt |
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| Partnerschaftsvertrag | § 3 PartGG | Name (mit Zusatz "und Partner" oder "Partnerschaft"), Sitz, Gegenstand, Partner |
| Anmeldung Partnerschaftsregister | § 4 PartGG i.V.m. § 12 HGB | beglaubigt durch Notar |
| Berufshaftpflichtversicherung (mbB) | § 8 Abs. 4 PartGG, berufsrechtliche Vorgaben | Mindestdeckung: Anwalt 2,5 Mio. EUR (§ 51a Abs. 2 BRAO i.V.m. § 8 Abs. 4 PartGG), bei mbB regelmäßig erhöht; je Berufsstand prüfen |
| Berufszulassung jeder Partner | Berufsrecht (BRAO, StBerG, WPO, BÄO) | nur freie Berufe i.S.d. § 1 Abs. 2 PartGG |
| Transparenzregister | § 19 GwG | wirtschaftlich Berechtigte |

## Arbeitsworkflow
1. **Fallbild bilden:** Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
2. **PartG-Spezifika prüfen:** Nur freie Berufe nach § 1 Abs. 2 PartGG (insbesondere Anwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Ärzte, Architekten, Ingenieure, Notare); berufsfremde Personen ausgeschlossen.
3. **mbB-Voraussetzungen:** § 8 Abs. 4 PartGG Haftungsbeschränkung nur bei Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung; Versicherung muss laufend bestehen, bei Wegfall Wiederaufleben der unbeschränkten Haftung. Vorteil gegenüber GmbH: keine Bilanzpublizität, transparente Besteuerung; Nachteil: Haftungsbegrenzung greift nur für Berufsfehler, nicht für sonstige Verbindlichkeiten.
4. **MoPeG-Hinweis:** PartG nicht von Auflösung GbR-Reform betroffen, aber Anwendung HGB-Grundsätze über § 1 Abs. 4 PartGG i.V.m. §§ 105 ff. HGB n.F. (Personenhandelsgesellschaftsrecht).
5. **Anschluss:** Lückenliste mit Versicherungsnachweis, Berufszulassungen, Notartermin Partnerschaftsregister, Anmeldung Transparenzregister. Folge-Skill `gesellschaftsgruender-transparenzregister`.

## Output-Standard
- **Kurzlage:** maximal fünf Sätze zu Ziel, Lage, Frist, Risiko und nächstem Schritt.
- **Prüfmatrix:** Punkt, Norm/Quelle, Tatsache, Beleg, Bewertung, To-do.
- **Arbeitsprodukt:** direkt nutzbarer Entwurf oder Baustein in der passenden Tonalität.
- **Qualitätsgate:** keine Scheingenauigkeit; Lücken, Annahmen und Live-Check-Bedarf ausdrücklich markieren.

## Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Paywall-Literatur nur verwerten, wenn sie von der Nutzerin oder dem Nutzer als Text bereitgestellt wurde; dann nicht als frei verifizierte Quelle ausgeben.
