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name: targeting-dsgvo-tracking-pixel
title: Targeting Dsgvo
description: 'Für Targeting DSGVO: ordnet Norm, Beweislast und Gegenargument; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/wahlkampfrecht-praxis/skills/targeting-dsgvo-tracking-pixel
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: constitutional
language: de
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# Targeting Dsgvo

## Normenanker

Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:

- `Art. 21 Abs. 1 GG` — Parteienfreiheit und Mitwirkung an politischer Willensbildung.
- `Art. 38 Abs. 1 GG` — Wahlrechtsgrundsaetze.
- `§ 1 Abs. 1 BWahlG` — Wahlrechtsgrundlagen Bundestagswahl.
- `§ 18 BWahlG` — Wahlvorschlagsrecht und Beteiligungsanzeige.
- `§ 19 BWahlG` — Einreichungsfrist Kreiswahlvorschlaege.
- `§ 26 BWahlG` — Entscheidung über Kreiswahlvorschlaege.
- `§ 32 BWahlG` — unzulässige Wahlbeeinflussung am Wahltag.
- `§ 49a BWahlG` — Ordnungswidrigkeiten.
- `§ 5 PartG` — Gleichbehandlung der Parteien durch Traeger öffentlicher Gewalt.
- `§ 25 PartG` — Spendenannahme und Spendenverbote.
- `§ 31d PartG` — Sanktionen bei unrichtigen Rechenschaftsberichten.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

## Arbeitsweg

- Wahlart, Wahlgebiet, Wahltermin und Ebene festlegen: Bundestag, Europa, Landtag, Kommunalwahl, Bürgermeister-/Landratswahl oder innerparteiliche Vorstufe getrennt behandeln.
- Rollen sauber trennen: Partei, Kandidierende, Fraktion, Amtsträger, Agentur, Verein, Unterstützerkreis, Plattform, Wahlleitung, Ordnungsamt und Polizei haben unterschiedliche Rechte, Pflichten und Kommunikationslinien.
- Eilrisiken markieren: Wahlvorschlagsfristen, Unterstützungsunterschriften, Plakatierungs-/Sondernutzungsvorgaben, presserechtliche Reaktionsfenster, Datenschutzlöschung, Plattformfristen, Gegendarstellung, Unterlassung und Beweissicherung.
- Tragende Normen live verifizieren: Art. 5, 8, 21 und 38 GG; BWahlG/BWO oder einschlägiges Landes-/Kommunalwahlrecht; PartG §§ 5, 18, 23a, 25, 31b-31d; DSGVO Art. 5, 6, 9, 12-15, 21, 32; BDSG; Versammlungsrecht des Landes; StGB §§ 107 ff., 111, 130, 185-188, 201a, 303; UrhG/KUG; DSA und Verordnung (EU) 2024/900 bei politischer Online-Werbung.
- Belege aktenfest machen: Screenshot mit URL/Zeit, Plattform-ID, Freigabeweg, Budget, Spenden-/Sponsoringherkunft, Genehmigung, Behördenkontakt, interne Verantwortlichkeit und Entscheidungsvermerk.
- Output knapp operativ liefern: Ampel, Sprechzettel, Behördenmail, Freigabe- oder Stoppvermerk, Fristenplan, Q&A, Plattformmeldung, Beweissicherungsnotiz oder Eskalationsmemo.

## Fachkern: Targeting Dsgvo

- **Wahlkampflage (Targeting Dsgvo):** Targeting und Zustellung politischer Werbung datenschutzrechtlich prüfen.
- **Norm-/Praxisanker:** Wahlgesetze des betroffenen Bundes/Landes, PartG, DSGVO/BDSG, Verordnung (EU) 2024/900, Versammlungs-, Straßen-, Kommunal-, Presse-, Urheber-, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht je nach Einsatzfeld.
- **Entscheidende Weiche:** Amtliche Wahlorganisation, Partei, Fraktion, Kandidatenteam, Agentur, Ehrenamt und Dritte strikt trennen; Strategie nie mit rechtlicher Zulässigkeit verwechseln.
- **Arbeitsprodukt:** Freigabevermerk, Risikoampel, Behördenmail, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz mit Belegarchiv und klarer Verantwortlichkeit.

## Kaltstartfragen

1. Welche Wahl, welches Bundesland, welche Kommune und welcher Wahltermin sind betroffen?
2. Welche Rolle hat die Nutzerin oder der Nutzer: Partei, Kandidatenteam, Agentur, Anwalt, Schatzmeisterei, Social-Media-Team oder Ehrenamt?
3. Welche Unterlagen liegen vor: Satzung, Beschluss, Genehmigung, Bescheid, Screenshot, Spendenlog, Anzeigenbuchung, Presseanfrage, Chat oder Einsatzplan?
4. Was soll sofort herauskommen: Risikoampel, Briefing, Behördenmail, Freigabevermerk, Fristenplan, Q&A, Sprechzettel oder Eskalationsnotiz?
5. Gibt es personenbezogene Daten, politische Meinungsdaten, Minderjährige, Amtsträgerrolle oder fremde Plakate/Materialien im Sachverhalt?

## Arbeitsfokus

Behandelt besondere Kategorien, Einwilligung, berechtigtes Interesse, Zweckbindung, Datenminimierung und Plattformrollen.

## Spezifischer Prüfpfad

- Politische Meinungen und Parteibindungen sind besonders sensibel; prüfe deshalb vor jeder Liste, ob sie Mitglieder-, Interessenten-, Spender-, Wähler- oder Plattformdaten enthält.
- Trenne organische Kommunikation, Newsletter, Messenger, Telefon, Haustürliste, Custom Audience, Lookalike Audience und Retargeting.
- Frage nach Rechtsgrundlage, Informationspflicht, Widerspruch, Löschkonzept, Dienstleistervertrag, Plattformrolle und Zugriff durch Agenturen.
- Für Microtargeting gilt: je feiner, psychografischer und politisch sensibler, desto eher Stopp oder sehr enger Datenschutz- und Transparenzpfad.
- Erzeuge eine Freigabeampel mit „erlaubt“, „nur nach Umbau“, „Datenschutzbeauftragte einbeziehen“ und „nicht einsetzen“.

## Rechts- und Praxislogik

- Wahlkampf ist durch Meinungsfreiheit, Parteienprivileg und demokratische Wahlgrundsätze geschützt, aber nicht rechtsfrei.
- Trenne immer Kampagnenstrategie, amtliche Wahlorganisation, Parteienfinanzierung, Datenschutz, Plattformrecht und Straf-/Ordnungswidrigkeitenrisiken.
- Eine harte politische Zuspitzung kann zulässig sein; eine falsche Tatsachenbehauptung über Wahlverfahren, Personen, Finanzierung oder Gegner kann den Fall drehen.
- Ehrenamtliche brauchen kurze, klare Regeln. Wenn das Team improvisiert, müssen die Regeln einfacher und nicht komplizierter werden.
- Dokumentiere Entscheidungen so, dass Schatzmeisterei, Rechtsberatung, Kandidatenteam und Kampagnenleitung später verstehen, warum etwas freigegeben oder gestoppt wurde.

## Qualitätsgate

- Ist die Wahlart und die zuständige Wahl- oder Ordnungsbehörde konkret bestimmt?
- Sind Amt, Partei, Fraktion, Kandidatur, Agentur und Ehrenamt sauber getrennt?
- Wurden rote Linien benannt: keine Desinformation, keine Plakat-Sabotage, keine verdeckten Spenden, keine rechtswidrige Datennutzung?
- Ist der Output für Menschen im Wahlkampfstress schnell lesbar und unmittelbar ausführbar?
- Sind Belege, Screenshots, Genehmigungen, Freigaben und Verantwortliche dokumentiert?

## Quellen- und Aktualitätsregel

- Bundes- und Landesrecht live prüfen; bei Plakatierung immer die konkrete Gemeinde oder Straßenbaubehörde heranziehen.
- Rechtsprechung nur zitieren, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und eine frei zugängliche Quelle vorliegen.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
- Bei politischer Online-Werbung die Verordnung (EU) 2024/900, Plattformregeln, DSGVO/BDSG und die konkrete Anzeigenbibliothek prüfen.
- Bei Spenden, Sponsoring und Sachleistungen das Parteiengesetz, Bundestagsverwaltungshinweise und interne Schatzmeisterei-Regeln prüfen.
