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name: unfallruhegehalt-36-beamtvg
description: "Skill zum Unfallruhegehalt nach § 36 BeamtVG bei Dienstbeschaedigung. Klaert Anspruchsvoraussetzung qualifizierter Dienstunfall Bemessungsgrundlage und erhoehter Ruhegehaltssatz Verhältnis zum regulaeren Ruhegehalt sowie Sonderfaelle wie Einsatzunfaelle der Bundeswehr und Bundespolizei. Behandel..."
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# Unfallruhegehalt nach § 36 BeamtVG

## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: Widerspruch 1 Monat (VwGO § 70), Disziplinarverfahren nach BDG, Beihilfeantrag i.d.R. 1 Jahr, Beförderung-Auswahlentscheidung Bewährungsfristen.
- Tragende Normen verifizieren: BeamtStG §§ 3, 4, 21-25, 30, 33-41, BBG, BBesG, BeamtVG, LBG der Länder, GG Art. 33 Abs. 4 und 5, BDG, LDG, VwGO §§ 126 ff., LPVG/BPersVG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Dienstherr (Bund/Land/Kommune), Beamter, Dienstvorgesetzter, Personalrat, Personalvertretung, Disziplinarvorgesetzter, VG, OVG, BVerwG (2. Senat).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Ernennungsurkunde, dienstliche Beurteilung, Konkurrentenklage, Disziplinarverfügung, Versorgungsbescheid, Beihilfeantrag, Personalratsentscheidung — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Skill für Beamte, die infolge eines Dienstunfalls dienstunfaehig in den Ruhestand versetzt werden und Unfallruhegehalt nach § 36 BeamtVG geltend machen.

## 2. Eingaben

- Dienstunfallbescheid (Anerkennung)
- Diagnose und Grad der Dienstunfaehigkeit
- Bisheriger Statusamt und Bezuege
- Festgesetztes Ruhegehalt
- Beruecksichtigungsfaehige Dienstjahre

## 3. Ablauf / Checkliste

### a) Voraussetzungen
- Anerkennung des Dienstunfalls als Ursache der Dienstunfaehigkeit.
- Ruhestandsversetzung wegen Dienstunfaehigkeit.

### b) Bemessungsgrundlage
- Unfallruhegehalt mindestens 66 v. H. der ruhegehaltfaehigen Dienstbezuege; Sonderbestimmungen für qualifizierte Dienstunfaelle.
- Erhoehte Versorgung für Einsatzunfaelle bei Auslandsverwendung und im polizeilichen Einsatz.

### c) Verhältnis zum regulaeren Ruhegehalt
- Hoehere Versorgung als die normale Berechnung; Versorgungsabschlag bei vorzeitigem Ruhestand entfaellt.

### d) Einmalige Unfallentschaedigung (§ 43 BeamtVG)
- Bei dauernder Pflegebeduerftigkeit, schweren Verletzungen oder bestimmten Einsatzunfaellen zusaetzliche einmalige Entschaedigung.

### e) Hinterbliebenenversorgung
- Hinterbliebene erhalten erhoehte Witwen- bzw. Waisenversorgung; Bezug zur einmaligen Unfallentschaedigung.

## 4. Quellenpflicht

- Normen: §§ 30, 31, 36, 43 BeamtVG; Auslandsverwendungsgesetz; landesrechtliche Äquivalente.
- Rspr.: BVerwG zum Unfallruhegehalt — nur nach Live-Check mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und freier Quelle.
- Zitierregeln: `beamtenrecht/references/QUELLEN.md`; keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate.

## 5. Ausgabeformat

- Prüfraster Anspruchsvoraussetzungen.
- Antrag auf Festsetzung des Unfallruhegehalts.

## 6. Verifizierte Quellenanker

- BeamtVG und jeweiliges Landesversorgungsrecht sauber trennen; Versorgung ist bei Landesbeamten seit der Föderalismusreform grundsätzlich Landesrecht.
- BVerfG, 27.09.2005 - 2 BvR 1387/02: Versorgungsänderungsrecht und Alimentationsprinzip als verfassungsrechtlicher Anker.
- BVerfG, 20.03.2007 - 2 BvL 11/04: Versorgung aus dem letzten Amt und Wartefrist.
- BVerwG, 25.10.2018 - 2 C 33.17 sowie BVerwG, 30.10.2018 - 2 C 32.17 als verifizierte Anker für Besoldungs-/Versorgungsvorlagen; Reichweite auf konkrete Versorgungsfrage jeweils prüfen.
- Konkrete Berechnung nie aus Modellwissen: Bescheid, Dienstzeiten, Ruhensnormen, Rentenbescheide und Landesrecht in Tabelle nachziehen.

## 7. Beispiel (Kurzfassung)

Polizeihauptmeister wird nach Schussverletzung im Streifeneinsatz dienstunfaehig. Skill liefert Antrag auf Unfallruhegehalt von mindestens 66 v. H. und auf einmalige Unfallentschaedigung.
