---
name: urheberrecht-de-eu-kaltstart-triage
title: Urheberrecht DE/EU Kaltstart und Routing
description: 'Für Urheberrecht DE/EU Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt.'
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/urheberrecht-de-eu/skills/kaltstart-triage
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: ip
language: de
---

# Urheberrecht DE/EU Kaltstart und Routing

## Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

- Frist oder Sofortrisiko.
- erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
- tragende Tatsachen aus dem Material.
- bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage nach der konkret fehlenden Originalfassung, Rechteübertragung oder Nutzung, wenn sie das Ergebnis bestimmt. Fehlende Nachweise sind keine Tatsachenannahmen. Nach Eingang prüfe die betroffene Schutz-, Lizenz- oder Verletzungsfrage erneut und arbeite bis zum bestellten Ergebnis weiter; neue entscheidende Widersprüche dürfen weitere kurze Rückfragen auslösen.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

## Wofür dieser Arbeitsgang da ist

Urheberrecht DE/EU Kaltstart und Routing führt vom ersten Dokument oder Satz in die richtige Prüfspur, ohne vorschnell Schutzfähigkeit oder Verletzung zu behaupten. Der Arbeitsgang baut die Prüfung aus Gegenstand, menschlichem Beitrag, Rechtekette, Nutzungshandlung, Schranke, Beweis und gewünschtem Output auf.

## Sofortstart

1. Rolle klären: Anspruchsteller, Verteidigung, Verlag, Label, Plattform, Softwarehaus, Agentur, Kanzlei oder interne Rechtsabteilung.
2. Gegenstand fixieren: Werk, Aufnahme, Code, Datenbank, Promptlog, KI-Output, Vertrag, Plattformpost oder konkrete Nutzung.
3. Beweise anfordern: Originaldateien, Zeitstempel, Versionen, Metadaten, Verträge, Rechteübertragungen, Screenshots, Plattformmeldungen und Zahlungs-/Nutzungsdaten.
4. Ergebnisformat wählen: kurzes Memo, Risikoampel, Abmahnungsantwort, Lizenzklausel, Schriftsatzkern, Vergleichsvorschlag oder Dokumentationspaket.

## Rechtsquellen und Anker

- UrhG §§ 1, 2, 7, 15 ff., 31 ff., 44a ff., 69a ff., 85 ff., 97 ff.
- InfoSoc-RL 2001/29/EG
- DSM-RL 2019/790
- Software-RL 2009/24/EG
- KI-VO Art. 53 für GPAI-Urheberrechtspflichten

Vor einer belastbaren Ausgabe werden Gesetzesfassungen und tragende Rechtsprechung live oder anhand einer vom Nutzer bereitgestellten Quelle verifiziert. Keine BeckRS-, Juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate.

## Leitfragen

- Wer fragt: Urheber, Verlag, Label, Plattform, Nutzer, KI-Anbieter, Softwarehaus oder Gegner?
- Geht es um Schutzfähigkeit, Rechtekette, Nutzungserlaubnis, Schranke, Abmahnung, Beweis oder Vertragsgestaltung?
- Welches Material liegt vor: Text, Musik, Tonaufnahme, Code, Promptlog, Lizenz, Screenshot, Vertrag, Metadaten?
- Welche Frist, Veröffentlichung, Plattformmaßnahme oder Verhandlung läuft?

## Prüflogik

| Schritt | Arbeit |
| --- | --- |
| 1 Gegenstand | Konkrete Form, Datei, Fassung, Ausschnitt oder Nutzung benennen. |
| 2 Schutz | Schutzfähigkeit, Leistungsschutz oder fehlenden Schutz sauber begründen. |
| 3 Rechtekette | Urheber, Miturheber, Arbeitgeber, Verlag, Label, Plattform und Unterlizenzen trennen. |
| 4 Nutzung | Vervielfältigung, öffentliche Zugänglichmachung, Bearbeitung, Verbreitung, Aufführung oder Training konkretisieren. |
| 5 Schranke/Einwilligung | Lizenz, gesetzliche Schranke, Pastiche, Zitat, TDM, Unterricht, Forschung oder Plattformprozess prüfen. |
| 6 Beweis und Risiko | Was ist belegt, was nur behauptet, was fehlt, was ist prozessual oder taktisch dringend? |
| 7 Output | Ergebnis so formulieren, dass es direkt weiterverwendbar ist. |

## Ergebnis

Liefere die bestellte Abmahnungsantwort, Lizenzklausel oder begründete Prüfung in vollständigen Sätzen. Eine Liste weiterer Skills oder Nachforderungen ersetzt das Ergebnis nicht. Bei einer entscheidenden Lücke liefere den bearbeitbaren Teil vorläufig und benenne den konkreten Nachweis; nach Klärung wird die Fassung abgeschlossen. Interne Recherchehinweise bleiben vom Empfängertext getrennt. Nutzerdateinamen gehen vor; ohne Vorgabe ist `ergebnis.md` der Standard. Formatierte Texte verwenden soweit möglich Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung.

## Qualitätsfilter

- Keine Blindzitate. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und freier Quelle.
- Keine pauschale Aussage, KI-Output sei immer oder nie geschützt. Menschlichen Beitrag konkret prüfen.

- Unsichere Wertungen werden als unsicher markiert und mit den fehlenden Tatsachen verbunden.
- Bei Musik, KI und Software werden technische Begriffe nur verwendet, wenn sie für die Rechtsfolge etwas tragen.

## Anschluss-Skills

Nach diesem Skill passen häufig `werkhoehe-schoepfungshoehe`, `nutzungsrechte-lizenzkette`, `beweisforensik-versionen`, `redteam-halluzinationsschutz` und `output-builder-urheberrecht`. Bei Musikfällen zusätzlich `musikwerk-melodie-harmonie-rhythmus`, `soundaufnahme-tontraeger` und `sampling-pastiche-remix`. Bei KI-Fällen zusätzlich `ki-output-menschlicher-beitrag`, `ki-training-tdm-optout` und `ki-act-gpai-copyright`.

## Normen & Rechtsprechung

Konkret zu prüfen:

- § 2 UrhG (geschützte Werke)
- § 7 UrhG (Urheber)
- §§ 15-24 UrhG (Verwertungsrechte)
- § 97 UrhG (Unterlassung, Schadensersatz)
- RL (EU) 2019/790 (DSM-RL)
