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name: wertveraenderung-und-stichtag
description: "Nutze diesen Skill, wenn Wertsteigerung, Wertverlust und Bewertungszeitpunkt streitig sind. Normen: § 818 Abs. 1 und Abs. 2 BGB. Prüfraster: Erstelle eine Vermögensbilanz statt einer Gegenstandsliste; Prüfe Nutzungen, Surrogate und ersparte Aufwendungen vor § 818 Abs. 3 BGB; Bewerte Dienstleistung und Gebrauchsvorteil objektiv nach Markt- oder Nutzungswert. Output: Stichtagsanalyse mit Wertersatzhöhe und Risikozuweisung. Abgrenzung: nicht Schadensberechnung § 252 BGB."
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# Wertveränderung und Bewertungsstichtag

## Einsatzbereich

Nutze diesen Skill, wenn Wertsteigerung, Wertverlust und Bewertungszeitpunkt streitig sind. Der Skill zwingt zu einer vermögensorientierten Prüfung: erst Vorteil und Zurechnung, dann Rechtsgrund und Behaltensgrund, zuletzt Umfang, Einreden und prozessuales Ziel.

## Triage — zuerst klären

1. Was war ursprünglich erlangt und was ist heute noch vorhanden?
2. Welche Nutzungen, Surrogate, Erlöse oder Ersatzforderungen gibt es?
3. Welche eigenen Ausgaben wurden erspart?
4. Wann traten Verlust, Verbrauch, Kenntnis und Rechtshängigkeit ein?
5. Welche Bewertungsmethode ist belegbar?

## Spezifischer Prüfungsfokus

- Bestimme den konkreten Vermögensvorteil und seine heutige Spur im Vermögen.
- Ordne den Vorteil einer Leistungsbeziehung, einem Eingriff oder einer sonstigen Erwerbslage zu.
- Prüfe Rechtsgrund und Behaltensgrund getrennt.
- Kontrolliere, ob § 818 BGB den Anspruch erweitert, begrenzt oder verschärft.
- Leite erst danach Anspruchsgegner, Anspruchshöhe und prozessuales Ziel ab.

## Prüfungslogik

- Erstelle eine Vermögensbilanz statt einer Gegenstandsliste.
- Prüfe Nutzungen, Surrogate und ersparte Aufwendungen vor § 818 Abs. 3 BGB.
- Bewerte Dienstleistung und Gebrauchsvorteil objektiv nach Markt- oder Nutzungswert.
- Ordne Wertverluste nach Risiko, Kenntnis und Rechtshängigkeit zu.
- Verlange substantiierte Belege für Entreicherung.

## Bewertungsstichtag differenzieren

| Lage | Prüfungsfrage |
|---|---|
| Naturalherausgabe möglich | folgt der Gegenstand selbst mitsamt Wertentwicklung? |
| Wertersatz | welcher objektive Wert bildet den Vorteil sachgerecht ab? |
| Wertsteigerung durch Markt | wem ist die Chance zugewiesen? |
| Wertsteigerung durch Empfängeraufwand | Verwendungsersatz oder Saldokorrektur prüfen |
| Wertverlust vor Kenntnis | gutgläubiges Risiko oder eigener Umgang? |
| Wertverlust nach Kenntnis/Rechtshängigkeit | verschärfte Haftung prüfen |
| gegenseitiger Vertrag | Wertfrage in Saldierung einbauen |

Bei Wertfragen keine Scheingenauigkeit: Bewertungsbandbreite, Methode und Belege offenlegen.

## Typische Fehler

- "Geld ist weg" als Ergebnis genügen lassen.
- Surrogate und Ersparnisse übersehen.
- Zinsen, Nutzungen und Wertersatz doppelt zählen.

## Arbeitsausgabe

| Punkt | Ergebnis | Belegbedarf |
|---|---|---|
| Anspruchsziel | [...] | [...] |
| beteiligte Personen | [...] | [...] |
| Vermögensvorteil | [...] | [...] |
| Zweck/Zurechnung | [...] | [...] |
| Rechtsgrund/Behaltensgrund | [...] | [...] |
| § 818 BGB | [...] | [...] |
| Einreden/Spezialregime | [...] | [...] |
| vorläufiges Ergebnis | [...] | [...] |

## Stichtags-Output

| Wertposten | Stichtag | Methode | Risiko |
|---|---|---|---|
| [...] | Empfang / Wegfall / Klage / Urteil | [...] | [...] |

## Mini-Check vor Output

- Kein Direktanspruch ohne begründete Zurechnung.
- Kein Wertersatz ohne Bewertungsmethode.
- Keine Entreicherung ohne konkreten Vermögensweg.
- Keine Saldierung ohne beiderseitige Leistungstabelle.
- Offene Tatsachen bleiben als offen markiert.

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Hinweis: Keine Rechtsberatung. Mechanische Prüfung anhand vom Nutzer behaupteter Tatsachen. Falsche Normwahl oder unvollständiger Sachverhalt kann das Ergebnis vollständig entwerten.
