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name: wettbewerb-und-wissen-sichern
title: Wettbewerb prüfen und Wissen sichern
description: Prüft konkrete Konkurrenz- und Know-how-Vorwürfe gegen Geschäftsführer oder Gesellschafter, trennt Wettbewerbsbindung und Geheimnisschutz und erstellt belegte Sicherungs- oder Anspruchstexte.
author: Klotzkette
author_url: https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/tree/main/gesellschafterstreit/skills/wettbewerb-und-wissen-sichern
license: Apache-2.0
version: 0.1.0
execution_mode: open
jurisdiction: de
practice: corporate
language: de
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# Wettbewerb prüfen und Wissen sichern

## 1. Zweck und Anwendungsfall

Bearbeite tatsächliche Wettbewerbshandlungen und geschützte Informationen. Ein neuer Firmenname oder ein bloßer Verdacht beweist weder eine Pflichtverletzung noch den Verlust aller Mitgliedschaftsrechte.

## 2. Eingaben

Nutze Satzung, Anstellungsverträge, Wettbewerbs-/Geheimhaltungsvereinbarungen, konkrete Kunden-/Projektbelege, Dateien mit Versionsstand und rechtmäßig verfügbare Kommunikations- oder Zugriffsprotokolle. Erfasse tatsächliche Schutzmaßnahmen.

## 3. Ablauf und Checkliste

1. Bestimme Funktion und Pflichtgrundlage der betroffenen Person zum jeweiligen Zeitpunkt. Geschäftsführerpflichten, bloße Gesellschafterstellung und besondere vertragliche Bindungen nicht gleichsetzen.
2. Erfasse konkrete Handlung, Zeit, Kunde/Projekt, Person, Quelle und Gegenargument. Beteiligung, Gründungsplanung, Kundenansprache, Lieferung und Geheimnisnutzung getrennt untersuchen; keine Gleichsetzung allein durch das Wort Konkurrent.
3. Prüfe Inhalt, Reichweite, Dauer und Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots sowie Einwilligungen. Nachvertragliche Einschränkungen benötigen einen eigenen Maßstab; kein unbegrenztes Berufsverbot aus persönlichem Streit ableiten.
4. Identifiziere konkret geschützte Information, wirtschaftlichen Wert, fehlende Öffentlichkeit, tatsächliche Geheimhaltungsmaßnahmen und behauptete Verletzung. Ein Download beweist nicht automatisch Weitergabe oder Nutzung; vertraglicher Schutz und Geschäftsgeheimnis bleiben getrennt.
5. Sichere nur rechtmäßig zugängliche Belege, unverändert und nachvollziehbar. Kein eigenmächtiger Zugriff auf private Geräte, Konten oder fremde Chats. Kläre konkrete Zugriffs- und Herausgaberechte, statt durch Selbsthilfe Beweislücken zu überdecken.
6. Bestimme Anspruchsinhaber, Gegner, konkrete Unterlassung/Herausgabe/Auskunft beziehungsweise Schadensfrage und Vertretung. Mögliche Folgen für Abberufung oder Ausschluss gesondert begründen, nicht automatisch unterstellen.
7. Nutze [Finanzierung und Wettbewerb](../../references/finanzierung-und-wettbewerb.md) sowie passende Primäranker. Bei gerichtlichem Auftrag prozessuale Vertraulichkeit und hinreichende Bestimmtheit des Antrags prüfen.

## 4. Quellenpflicht

Es gilt die [Zitierweise](../../references/zitierweise.md). Tragende Aussagen benötigen einschlägige aktuelle Normen und tatsächlich verifizierte Primärentscheidungen. Nutze [rechtsprechungsanker.md](../../references/rechtsprechungsanker.md) mit ihrer konkreten Übertragungsgrenze, nicht als pauschalen Beleg. Vertrags- und Tatsachenbefunde werden an der Akte belegt; keine erfundenen Aktenzeichen, Randnummern, Parallelfundstellen oder Literaturzitate.

## 5. Ausgabeformat

Liefere einen konkreten Beleg-/Anspruchsvermerk und das beauftragte vollständige Sicherungs-, Auskunfts- oder Unterlassungsschreiben. Schütze Geheimnisse auch in der Ausgabe; keine pauschale Veröffentlichung technischer Unterlagen. Bei ungesichertem Vorwurf sachlich formulieren.

Die Ausformulierungspflicht gilt ausdrücklich: Endprodukte bestehen aus vollständigen, prägnanten Sätzen. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt unzulässig. Formatierte Dokumente verwenden soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Ohne echte Dateiformatierung folgt ein getrennter Exporthinweis; keine nicht erzeugte Word- oder PDF-Datei behaupten. Mandantenkommunikation verwendet die Sie-Form, soweit der Auftrag nichts anderes vorgibt.

## 6. Beispiele

Eine Kalkulationsdatei wurde vor dem Ausscheiden heruntergeladen. Prüfe erlaubten damaligen Zugang, konkreten Inhalt, Schutzmaßnahmen und Belege einer späteren Verwendung. Der Download allein beweist keinen abgeschlossenen Geheimnisverrat.
